US-Marine fürchtet nukleare Lücke beim Wechsel zur Columbia-U-Boot-Klasse
Emil LangeUS-Marine fürchtet nukleare Lücke beim Wechsel zur Columbia-U-Boot-Klasse
Die US-Marine steht vor einem tiefgreifenden Wandel in ihrer Flotte atomarer U-Boote. Das erste U-Boot der Columbia-Klasse soll etwa 2031 in Dienst gestellt werden und die veralteten Boote der Ohio-Klasse ersetzen. Doch es mehren sich Sorgen über einen möglichen Rückgang der Abschusskapazitäten während des Übergangs.
Aktuell betreibt die USA 14 U-Boote der Ohio-Klasse, die rund 70 Prozent der eingesetzten Atomwaffen des Landes tragen. Jedes dieser Boote verfügt über 20 oder 24 Raketenschächte, was der Flotte insgesamt 280 Abschussrohre bietet. Die neue Columbia-Klasse wird jedoch nur 16 Schächte pro U-Boot haben. Bei einer geplanten Stückzahl von 12 Booten sinkt die Gesamtzahl der Abschussrohre damit auf 192.
Admiral Richard Correll, Chef des US-Strategischen Kommandos, hat auf die Risiken dieser Verringerung hingewiesen. Er warnte, dass weniger Abschussrohre die nukleare Flexibilität des Landes einschränken könnten. Unterdessen hat China seine U-Boot-Flotte rasant ausgebaut und Russland überholt – das Land ist nun der zweitgrößte Betreiber atomgetriebener U-Boote weltweit.
Um diese Bedenken auszuräumen, hat Senator Tommy Tuberville vorgeschlagen, die Columbia-Flotte von 12 auf 16 U-Boote zu vergrößern. Auch Admiral Correll äußerte, dass mehr Boote die nuklearen Fähigkeiten der USA stärken würden. Die neuen U-Boote werden mit modernster Technik ausgestattet sein, darunter ein Reaktor mit lebenslanger Laufzeit und ein elektrisches Antriebssystem für bessere Tarnung.
Der Wechsel von der Ohio- zur Columbia-Klasse wird die Zahl der Raketenschächte auf See verringern. Bleibt es beim aktuellen Plan, wird die Flotte 88 Abschussrohre weniger haben als zuvor. Jede Entscheidung zur Erweiterung des Programms würde zusätzliche Mittel und Bauzeit erfordern.






