US-Regierungsstillstand lähmt TSA – lange Wartezeiten an Flughäfen drohen
Hannah RichterUS-Regierungsstillstand lähmt TSA – lange Wartezeiten an Flughäfen drohen
Der Stillstand der US-Regierung hat nun den 36. Tag erreicht – seit Mitte Februar erhalten Mitarbeiter der Transport Security Administration (TSA) keinen Lohn mehr. Da am 27. März ein zweiter ausgefallener Gehaltscheck fällig wird, haben viele Beamte krankheitsbedingt gefehlt, was zu langen Sicherheitskontroll-Warteschlangen an großen Flughäfen wie Atlanta und Houston geführt hat. Zwischen Demokraten und Republikanern geht der Streit um die Finanzierung weiter, eine Lösung ist nicht in Sicht.
Der anhaltende Stillstand resultiert aus einer parteipolitischen Auseinandersetzung über die Haushaltsmittel für das Ministerium für Innere Sicherheit (Homeland Security), die Mitte Februar begann. Gescheiterte Abstimmungen und gegenseitige Schuldzuweisungen haben dazu geführt, dass wichtige Behörden – darunter die TSA – ohne Finanzierung dastehen.
Am 21. März blockierten republikanische Senatoren einen Antrag der demokratischen Fraktionschefin Chuck Schumer zur Verfahrensfrage. Sein Vorstoß zielte darauf ab, ein Gesetz voranzubringen, das die TSA finanzieren sollte, scheiterte jedoch mit 41 zu 49 Stimmen – die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen wurde verfehlt. Schumer stellte die Abstimmung als einfache Entscheidung dar: Entweder die TSA-Mitarbeiter bezahlen oder sie weiter ohne Lohn lassen.
Die Republikaner wiesen den Vorstoß zurück. Der Mehrheitssprecher im Senat, John Thune, nannte den Antrag "umständlich" und warf den Demokraten vor, sie wollten den Haushaltsausschuss umgehen. Zudem verwies er darauf, dass die Demokraten zuvor ein vom Repräsentantenhaus verabschiedetes Gesetz abgelehnt hätten, das das gesamte Ministerium für Innere Sicherheit – einschließlich der TSA – finanzieren sollte.
Senatorin Patty Murray kritisierte die Republikaner scharf, weil sie TSA-Mitarbeiter ohne Lohn ließen, während sich die Verspätungen an Flughäfen verschärften. Ein ähnlicher Vorschlag der Senatorin Elissa Slotkin, die TSA-Beamten während der Verhandlungen zu bezahlen, wurde ebenfalls blockiert. Schon zuvor war ein Versuch von Senator Raphael Warnock gescheitert.
Thune argumentierte, Schumers Vorstoß löse das grundsätzliche Finanzierungsproblem nicht, sondern sei ein politischer Schachzug statt einer echten Lösung.
Die Auswirkungen des Stillstands auf den TSA-Betrieb verschärfen sich zusehends: Unbezahlte Mitarbeiter und wachsende Verzögerungen an Flughäfen sind die Folge. Beide Parteien bleiben in einer Pattsituation verfangen – die Demokraten drängen auf gezielte TSA-Finanzierung, die Republikaner bestehen auf einer umfassenden Lösung für das Ministerium für Innere Sicherheit. Ohne Einigung sind weitere Störungen absehbar.






