01 May 2026, 12:39

US-Senat verbietet Prognosemärkte für Abgeordnete und Mitarbeiter

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das von einem schmalen schwarzen Rand umrahmt ist und den Text "Die Biden-Harris-Regierung schlagen eine Regel vor, die es verbietet, dass Geschäfte verdeckte und täuschende Gebühren erheben."

US-Senat verbietet Prognosemärkte für Abgeordnete und Mitarbeiter

Der US-Senat hat einstimmig ein Verbot für Senatoren und deren Mitarbeiter beschlossen, an Prognosemärkten teilzunehmen. Die Entscheidung erfolgte nach Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte und Insidergeschäfte. Die neue Regelung tritt sofort in Kraft und ändert die internen Vorschriften des Senats ab.

Senator Bernie Moreno (Republikaner aus Ohio) brachte den Antrag ein, der ohne Gegenstimmen in einer Abstimmung per Zuruf angenommen wurde. Er warnte, dass die Teilnahme von Senatoren an Prognosemärkten den Eindruck erwecken könnte, finanzielle Interessen beeinflussten ihre Entscheidungen. Seine Sorgen wurden von Minderheitenführer Chuck Schumer aufgegriffen, der das Verbot als "selbstverständlich" bezeichnete und forderte, dass auch das Repräsentantenhaus und die Regierung unter Donald Trump ähnliche Beschränkungen einführen sollten.

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Ein Änderungsantrag von Senator Alex Padilla (Demokrat aus Kalifornien) erweiterte den ursprünglichen Vorschlag, sodass auch Mitarbeiter des Senats einbezogen werden – für eine umfassendere Regelung. Der Schritt folgt auf jüngste Untersuchungen zu verdächtigen Wetten auf Plattformen wie Polymarket sowie auf Insiderhandelsvorwürfe gegen einen Master Sergeant der US-Armee.

Unterdessen hat Senator Chris Murphy (Demokrat aus Connecticut) den Bets Off Act eingebracht, ein separates Gesetz, das Wetten auf eine breitere Palette von Ereignissen verbieten soll. Auch die Abgeordnete Ashley Hinson (Republikanerin aus Iowa) kündigte an, im Repräsentantenhaus einen begleitenden Gesetzentwurf vorzulegen – ein Zeichen für wachsende überparteiliche Unterstützung strengerer Kontrollen.

Die Entscheidung des Senats spiegelt die zunehmenden Bedenken über ethische Risiken im Zusammenhang mit Prognosemärkten wider. Mit der nun geltenden Regelung ist es Senatoren und ihren Mitarbeitern untersagt, an solchen Wettaktivitäten teilzunehmen. Nun rückt die Frage in den Fokus, ob das Repräsentantenhaus und die Trump-Administration mit eigenen Beschränkungen nachziehen werden.

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