USA-Iran-Konflikt treibt Energiepreise hoch und verändert globale Handelsströme
Hannah RichterUSA-Iran-Konflikt treibt Energiepreise hoch und verändert globale Handelsströme
Die weltweiten Spannungen haben sich verschärft, da sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zuspitzt, die Energiepreise in die Höhe treibt und wirtschaftliche Beziehungen neu ordnet. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran neue Warnungen ausgesprochen, während er gleichzeitig versucht, die Amerikaner in Bezug auf die Spritpreise zu beruhigen. Unterdessen unterstreichen Chinas finanzielle Stabilität und die sich wandelnden Handelsbündnisse unter den Verbündeten der USA die weitreichenden Folgen des Konflikts.
Präsident Trump wandte sich diese Woche in einer Ansprache an die Nation und erklärte, die strategischen Ziele der USA im Iran seien nahezu erreicht. Er warnte, dass die USA Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen angreifen und gezielt Kraftwerke zerstören würden, falls keine Einigung erzielt werde. Gleichzeitig versuchte er, die Ängste vor steigenden Benzinpreisen zu zerstreuen, und betonte, diese würden nach Ende des Konflikts deutlich sinken.
Die Sperrung der Straße von Hormus durch iranische Angriffe auf Schiffe hat die globalen Ölströme unterbrochen und zu einem steilen Anstieg der Rohölpreise sowie höheren Kosten an den Tankstellen geführt. Trump rief andere Nationen dazu auf, beim Schutz der Öllieferungen durch diese entscheidende Wasserstraße mitzuwirken.
Vor einem Jahr hatten Trumps Ankündigungen von Zöllen die globalen Märkte erschüttert – insbesondere unter den Verbündeten der USA. Seither hat sich Japan enger an die EU angebunden, 550 Milliarden US-Dollar an Investitionen zugesagt und die Pläne beschleunigt, das Ziel von zwei Prozent der Ausgaben für Verteidigung zu erreichen. Die EU reagierte darauf mit einer Senkung der Zölle auf japanische Waren von 25 auf 15 Prozent, auch wenn Handelskonflikte weiterbestehen. Unterdessen haben traditionelle US-Verbündete – Japan, Südkorea und das Vereinigte Königreich – ihren Handel untereinander um 12 Prozent gesteigert (Mai bis Dezember 2025), während ihre Exporte in die USA um 6 Prozent zurückgingen. Dies deutet auf eine Abkehr von der Abhängigkeit vom amerikanischen Markt hin.
China hingegen hat sich inmitten der Turbulenzen als widerstandsfähig erwiesen. Dank eines diversifizierten Energiemixes, der auch günstiges russisches Öl und Gas umfasst, konnte das Land die schlimmsten Auswirkungen des Energiepreisschocks abfedern. Chinesische Staatsanleihen dienten zudem als sicherer Hafen und zogen Investoren an, während globale Schuldenmärkte ins Wanken gerieten und die Inflation stieg. Normalerweise übernehmen US-Staatsanleihen diese Rolle, doch in dieser Phase der Unsicherheit haben chinesische Vermögenswerte die Lücke geschlossen.
Die Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran sorgt weiterhin für Verwerfungen auf den Energiemärkten und verändert die globalen Handelsströme. Angesichts von Trumps Ultimatum könnten die kommenden Wochen darüber entscheiden, ob sich der Konflikt weiter zuspitzt. Chinas wirtschaftliche Stabilität und die sich verschiebenden Allianzen unter den Partnern der USA verdeutlichen die nachhaltigen Auswirkungen der Krise auf die internationalen Beziehungen und den Welthandel.






