USA verhängen 25-Prozent-Zoll auf EU-Autos – Europa droht mit Gegenmaßnahmen
Emil LangeUSA verhängen 25-Prozent-Zoll auf EU-Autos – Europa droht mit Gegenmaßnahmen
Die USA haben eine drastische Erhöhung der Zölle auf Pkw und Lastwagen aus der Europäischen Union angekündigt. Ab nächster Woche gilt ein Einfuhrzoll von 25 Prozent auf alle in der EU hergestellten Fahrzeuge – als Reaktion auf Vorwürfe, die Staatengemeinschaft habe Handelszusagen nicht eingehalten. Der Schritt löste umgehend scharfe Kritik von europäischen Politikern und Vertretern der deutschen Automobilindustrie aus.
US-Präsident Donald Trump verteidigte die Entscheidung mit dem Argument, höhere Zölle würden die EU dazu drängen, ihre Produktion schneller in die USA zu verlagern. Zudem warf er deutschen Automobilherstellern wie Mercedes-Benz und BMW vor, US-Verbraucher auszunutzen.
Aus Europa kam prompt Gegenwehr. Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, bezeichnete die Zollerhöhung als „inakzeptabel“. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnte, sie werde die transatlantischen Beziehungen „ernsthaft beschädigen“. Die Europäische Kommission deutete unterdessen mögliche Gegenmaßnahmen an, falls die Zölle tatsächlich in Kraft treten.
Ökonomen äußerten sich besorgt über die Folgen für die deutsche Wirtschaft. Der renommierte Analyst Marcel Fratzscher vermutet, Trump nutze frühere Zugeständnisse Europas als Zeichen von Schwäche aus. Andere warnten, die Zölle könnten die aktuelle wirtschaftliche Abkühlung in Deutschland weiter verschärfen.
Die neuen 25-Prozent-Zölle auf EU-Fahrzeuge sollen bereits in wenigen Tagen greifen. Deutsche Autobauer und Politiker stehen nun unter Druck, zu reagieren – mögliche Gegenmaßnahmen werden bereits diskutiert. Der Streit belastet die ohnehin angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und Europa zusätzlich.






