04 April 2026, 00:53

USV Neulengbach meldet Insolvenz – das Ende einer Frauenfußball-Ära

Gruppe von Frauen in Fußballtrikots beim Spiel auf einem Feld mit Bäumen im Hintergrund, Schilder mit Text und ein Netz im Vordergrund.

USV Neulengbach meldet Insolvenz – das Ende einer Frauenfußball-Ära

USV Neulengbach, einst eine dominierende Kraft im österreichischen Frauenfußball, wird vor dem Landesgericht St. Pölten Insolvenz anmelden. Der Verein, der zwischen 2002 und 2016 mit 15 Meistertiteln die Liga prägte, erlebt seit Jahren einen steilen Niedergang. Finanzielle Probleme gefährden nun seine Zukunft in der aktuellen Bundesliga-Saison.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Clubs verschärften sich, nachdem außergerichtliche Sanierungsversuche gescheitert waren. Mangels Sponsorenzusagen blieb als letzter Ausweg nur noch die Insolvenz. In der Folge verpasste USV Neulengbach die Frist zur Vorlage der Lizenzunterlagen für die nächste Bundesliga-Saison.

Auch sportlich lief es für das Team in den letzten Jahren nicht mehr rund. Nach dem letzten Titelgewinn 2016 belegte man zwar noch zweimal den zweiten Platz, rutschte danach aber ins Mittelfeld ab: Platz 6 in der Saison 2022/23 und Platz 5 in 2023/24. In der aktuellen ÖFB-Frauenliga steht der Verein derzeit auf Rang 8.

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Nach Ostern soll ein Insolvenzverwalter die Geschäfte übernehmen. Im Rahmen des Verfahrens wird dann geprüft, ob der Club die laufende Saison zu Ende spielen darf. Verantwortliche haben das Frauenfußball-Projekt bereits als gescheitert bezeichnet – nach Jahren sportlicher und finanzieller Talfahrt.

Die Insolvenzanmeldung markiert einen Wendepunkt für einen Verein, der einst an der Spitze des österreichischen Fußballs stand. Nach der Bestellung eines Insolvenzverwalters wird entschieden, ob das Team die aktuelle Saison beenden kann. Die Zukunft von USV Neulengbach hängt nun vom Ausgang des Verfahrens ab.

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