26 March 2026, 02:38

Venezolanischer Migrant verklagt US-Regierung nach monatelangem Haft-Martyrium unter Trump-Ära

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Fahnen und Schilder, andere tragen Kappen und Schutzbrillen, mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Venezolanischer Migrant verklagt US-Regierung nach monatelangem Haft-Martyrium unter Trump-Ära

Ein venezolanischer Migrant hat eine Schadensersatzklage in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar gegen die Regierung unter Donald Trump eingereicht, nachdem er monatelang Misshandlungen in einem ausländischen Gefängnis erlitten hatte. Leon Rengel behauptet, er habe körperliche Verletzungen, psychische Traumata und einen Freiheitsentzug erlebt, nachdem er Anfang 2025 zu Unrecht inhaftiert und abgeschoben worden sei. Sein Martyrium begann, als er in Texas festgenommen wurde – obwohl zu diesem Zeitpunkt ein laufendes Einwanderungsverfahren und ein noch nicht beschiedener Antrag auf den temporären Schutzstatus (Temporary Protected Status) vorlagen.

Rengel war am 12. Juni 2023 in die USA eingereist und wartete auf eine Anhörung vor dem Einwanderungsgericht, als Beamte der Einwanderungsbehörde ICE ihn am 13. März 2025 in Gewahrsam nahmen. Die Behörden ignorierten seine rechtlichen Unterlagen und schoben ihn aus dem Land aus. Anschließend wurde er auf einen der inzwischen berüchtigten Flüge nach El Salvador gesetzt, wo er miterlebte, wie Inhaftierte gewaltsam die Treppen hinabgestürzt wurden, als sie gezwungen wurden, das Flugzeug zu verlassen.

Nach seiner Ankunft wurde Rengel in das gefürchtete Großgefängnis CECOT gebracht, in dem Menschenrechtsorganisationen extreme Misshandlungen und unmenschliche Haftbedingungen dokumentiert haben. Dort wurde er von Wärtern geschlagen, ihm wurde medizinische Versorgung verweigert, und er wurde ohne Kontakt zu seiner Familie oder anwaltliche Vertretung festgehalten. Seine Angehörigen suchten wochenlang nach ihm und erhielten von offiziellen Stellen widersprüchliche Angaben zu seinem Verbleib.

Erst am 18. Juli 2025 kam Rengel im Rahmen eines Gefangenenaustauschabkommens zwischen den USA und Venezuela frei. Er wurde in sein Heimatland zurückgebracht, doch Details über die Anzahl weiterer venezolanischer Migranten, die in den Austausch einbezogen waren, bleiben unklar.

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In der Klage wird Rengel schwere Misshandlung während seiner Inhaftierung und Abschiebung vorgeworfen. Sein Fall wirft ein Schlaglicht auf die Bedingungen, denen Migranten im Zuge umstrittenen Abschiebepraktiken ausgesetzt sind. Mit der rechtlichen Aktion fordert er nun Entschädigung für das Leid, das er in US-amerikanischer und salvadorianischer Haft erlitten hat.

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