27 March 2026, 08:33

Vier Tonnen Tomaten aus China wegen tödlichem Virus in Russland vernichtet

Eine Person mit einem Bund grüner, mit Mehltau infizierter Tomaten in der Hand, die Hand auf der linken Seite des Bildes, vor einem Hintergrund aus Pflanzen und Gras.

Vier Tonnen Tomaten aus China wegen tödlichem Virus in Russland vernichtet

Eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China wurde in Krasnojarsk vernichtet, nachdem sie mit einem hochaggressiven Pflanzenvirus belastet war. Die infizierte Partie war im Zolllager Agroterminal-Customs entdeckt worden und löste umgehend Maßnahmen der russischen Behörden aus.

Wie der russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor bestätigte, trugen die Tomaten das Tomaten-Braun-Knitter-Frucht-Virus (ToBRFV). Das Virus breitet sich rasant durch direkten Kontakt, verunreinigte Werkzeuge, Kleidung oder sogar Erde aus. Einmal infiziert, überleben die Pflanzen nicht – ganze Gewächshausbestände können innerhalb einer Woche vernichtet werden.

Zudem ist das Virus so widerstandsfähig, dass es auch über bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln übertragen wird. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden die befallenen Tomaten verbrannt. Bereits im März 2026 waren ähnliche Fälle aufgetreten: In Omsk wurden über 70 Tonnen belastete Ware aus Turkmenistan vernichtet, in Astrachan 19 Tonnen. Frühere Funde umfassen infizierte Paprika in Transbaikalien (2023) sowie russische Tomatensamen, die nach Kasachstan exportiert, dort jedoch gestoppt und vernichtet wurden.

Die russischen Behörden setzen weiterhin auf strenge Kontrollen, um zu verhindern, dass das Virus in die heimische Landwirtschaft eindringt. Bisher gab es keine bestätigten Ausbrüche in einheimischen Tomatenkulturen. Die Vernichtung der befallenen Ware unterstreicht Russlands Bemühungen, das ToBRFV einzudämmen, bevor es die heimischen Anbaugebiete erreicht. Die sofortige Verbrennung bleibt die einzige wirksame Methode, um die Ausbreitung zu stoppen. Die Behörden werden die Einfuhren weiterhin streng überwachen, um die Tomatenanbauregionen des Landes zu schützen.

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