Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobverlusten und Werksschließungen
Hannah RichterVolkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobverlusten und Werksschließungen
Volkswagen steht vor einem tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess, der bis zu 100.000 Arbeitsplätze und die Schließung von vier deutschen Werken zur Folge haben könnte. Anleger zeigen sich besorgt über die Zukunft des Konzerns – die Aktie notiert mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Die Unternehmensführung hat weitreichende Maßnahmen zur Verkleinerung des Betriebs vorgeschlagen. Bis zu 100.000 Stellen und mehrere Produktionsstandorte in Deutschland sind davon betroffen. Die Arbeitnehmervertreter wurden vor der Bekanntgabe nicht konsultiert und wurden von den Plänen überrascht.
Eine einflussreiche links-grüne Allianz, unterstützt von Gewerkschaftsvertretern, hat über Jahre hinweg hohe Löhne und eine große Belegschaft gesichert. Dies macht die geplanten Kürzungen politisch nur schwer durchsetzbar. Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um die Vorschläge zu prüfen.
Niedersachsen, das mit 20,2 Prozent an Volkswagen beteiligt ist, verfügt über ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Die Landesregierung könnte sich gegen Werksschließungen innerhalb ihrer Grenzen stellen – ein weiteres Hindernis für die Umstrukturierung.
Die geplanten Stellenstreichungen und Werksschließungen könnten die Geschäftsaktivitäten von Volkswagen grundlegend verändern. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte entscheiden. Widerstand seitens der Arbeitnehmervertreter und Niedersachsens könnte die Pläne verzögern oder abändern.
