Warum Britains modernste Flugzeugträger auf 30-mm-Kanonen verzichten
Die Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse der Royal Navy setzen auf ein mehrschichtiges Abwehrkonzept, um Bedrohungen zu begegnen. Obwohl die Schiffe Platz für zusätzliche 30-mm-Geschütze vorsehen, wurden seit ihrer Indienststellung keine solchen Waffen installiert. Stattdessen verlassen sich die Träger auf eine Kombination aus bordeigenen Systemen, Begleitschiffen und umfassenden Schutzmaßnahmen der Flotte.
Ursprünglich waren die Flugzeugträger mit vier Positionen für 30-mm-Geschützsysteme ausgestattet. Bisher wurden jedoch weder auf der HMS Queen Elizabeth noch auf der HMS Prince of Wales solche Waffen montiert. Offizielle Stellen bestätigten, dass derzeit keine Pläne für eine Nachrüstung bestehen.
Das Abwehrsystem basiert stattdessen auf mehreren Ebenen. Dazu gehören das Phalanx-Nahbereichsabwehrsystem sowie die Luftverteidigung durch die Begleitschiffe. Ein zentrales Element ist die DS30M Mark 2, eine stabilisierte 30-mm-Kanone, die bereits in der gesamten Überwasserschiffsflotte der Royal Navy im Einsatz ist.
Die DS30M Mark 2 ist darauf ausgelegt, schnelle Angriffsboote und kleine Oberflächenziele zu bekämpfen. Sie kann zudem Luftziele wie Drohnen in einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern engagieren. Das System wird über ein elektrooptisches Zielgerät gesteuert und lässt sich ferngesteuert von anderen Teilen des Schiffes aus bedienen.
Ohne die ursprünglich geplanten 30-mm-Geschütze bleiben die Flugzeugträger weiterhin auf ihre bestehende mehrschichtige Verteidigung angewiesen. Die Kombination aus bordeigenen Waffen, Begleitschiffen und flottenweiten Schutzmaßnahmen bleibt entscheidend für ihre Sicherheit. Besonders die DS30M Mark 2 bietet dabei eine flexible Lösung für die Nahbereichsabwehr gegen Bedrohungen zu Wasser und aus der Luft.






