Warum die Nominierung der neuen US-Generalärztin Dr. Casey Means stockt
Hannah RichterWarum die Nominierung der neuen US-Generalärztin Dr. Casey Means stockt
Die Nominierung von Dr. Casey Means zur US-Generalärztin liegt mehr als einen Monat nach ihrer Anhörung im Senat weiterhin auf Eis. Während das Weiße Haus auf eine zügige Abstimmung drängt, äußern Abgeordnete beider Parteien Bedenken wegen ihrer umstrittenen Positionen zu Impfstoffen, Verhütungsmitteln und Pestiziden.
Sollte ihre Kandidatur durchkommen, würde sie sich eng an die "Make America Healthy Again"-Bewegung von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. anlehnen – was die Debatte über ihre Eignung für das Amt weiter anheizt.
Dr. Means hat sich als Unternehmerin, Bestseller-Autorin und Forscherin einen Namen gemacht, mit Schwerpunkt auf chronischen Krankheiten und systemischen Schwächen im Gesundheitswesen. Doch ihre Nominierung stößt auf scharfe Kritik, unter anderem vom früheren Generalarzt Jerome Adams. Dieser argumentiert, dass ihr das aktive Arztpatent fehlt und sie ihre Facharztausbildung nie abgeschlossen habe – was sie für das Amt disqualifiziere.
Bevor der Senat insgesamt über die Nominierung abstimmen kann, muss der Ausschuss für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten grünes Licht geben. Der Vorsitzende, Senator Bill Cassidy (Republikaner, Louisiana), hat jedoch noch keinen Zeitplan für eine Entscheidung des Gremiums genannt. Unterdessen signalisierte Präsident Donald Trump trotz früherer Unterstützung Unsicherheit über den weiteren Verlauf.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, verteidigte indes Means' Qualifikationen und betonte, Trump stehe weiterhin hinter ihrer Nominierung. Die Regierung drängt den Senat, die Bestätigung ohne weitere Verzögerung vorzunehmen. Doch der Widerstand aus beiden politischen Lagern deutet auf einen konfliktträchtigen Prozess hin.
Die Nominierung bleibt blockiert, während die Abgeordneten Means' unkonventionellen Werdegang und ihre polarisierenden Standpunkte abwägen. Ohne Zustimmung des Ausschusses kann keine Abstimmung im Plenum stattfinden. Die Verzögerung lässt die Position der Generalärztin inmitten laufender gesundheitspolitischer Debatten weiter unbesetzt.






