Wegner lehnt Mehrwertsteuer-Erhöhung ab und wirbt für Olympische Spiele in Berlin
Emil LangeWegner lehnt Mehrwertsteuer-Erhöhung ab und wirbt für Olympische Spiele in Berlin
Berlin regierender Bürgermeister Klaus Wegner hat sich entschieden gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgesprochen und diese als „das falsche Signal“ für finanziell belastete Haushalte bezeichnet. Seine Äußerungen fielen zeitgleich mit der Feier wachsender Unterstützung für Deutschlands Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele.
Wegner betonte, dass viele Familien in Deutschland unter finanzieller Anspannung litten. Er verwies dabei auf steigende Kosten nicht nur an den Tankstellen, sondern auch in Supermärkten und im Wohnungssektor. Entlastungen für die Bürger müssten Vorrang vor Steuererhöhungen haben, argumentierte er.
Der Bürgermeister begrüßte zudem die Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die deutsche Olympiabewerbung. Wegner bezeichnete Steinmeier als „leidenschaftlichen Fürsprecher“ der Spiele und zeigte sich zufrieden mit der geschlossenen Rückendeckung. Die Bewerbung sei eine Chance, Berlins Wandel zu präsentieren – als Stadt der „Demokratie, Freiheit, Vielfalt und Offenheit“, ein deutlicher Kontrast zu ihrer diktatorischen Vergangenheit.
Wegner räumte ein, dass die Olympischen Spiele von 1936 sensibel aufgearbeitet werden müssten. Dennoch blicke man nach vorn, erklärte er: „Wir wollen die Spiele nach Deutschland holen.“
Wegners Haltung in der Steuerfrage und sein Einsatz für wirtschaftliche Entlastungen gehen einher mit den Bemühungen, die Olympischen Spiele zu gewinnen. Die Bewerbung soll Berlin als moderne, weltoffene Stadt inszenieren. Vorerst jedoch bleibt für seine Regierung die Linderung der finanziellen Belastungen der Bürger die dringendste Aufgabe.






