Weißstörche in Hessen gefährden Stromnetz und Bahnverkehr durch Nester auf Masten
Mila VoigtWeißstörche in Hessen gefährden Stromnetz und Bahnverkehr durch Nester auf Masten
Weißstörche in Hessen bauen vermehrt Nester auf Strommasten und Bahnanlagen – mit Risiken für Tiere und öffentliche Versorgung
In Hessen nisten Weißstörche zunehmend auf Strommasten und Eisenbahninfrastrukturen, was sowohl für die Tiere als auch für die öffentliche Daseinsvorsorge Gefahren birgt. Die großen Nester der Vögel können Stromschläge, Kollisionen und sogar Stromausfälle auslösen sowie den Bahnbetrieb beeinträchtigen.
Durch den wachsenden Bestand an Weißstörchen in Hessen nehmen die Nester auf elektrischen Anlagen und Schieneninfrastrukturen zu. Die oft schweren und klobigen Konstruktionen gefährden die Stabilität der Strommasten und stellen ein Sicherheitsrisiko für Züge dar. Betreiber ergreifen nun Maßnahmen, um weitere Probleme zu verhindern.
Als Lösung werden alternative Nistplattformen eingerichtet, um die Störche zum Umzug zu bewegen. Energieversorger entfernen bestehende Nester und bringen Abschreckungsvorrichtungen an – etwa windbetriebene Geräte –, um die Vögel von gefährlichen Stellen fernzuhalten. Die Deutsche Bahn arbeitet unterdessen mit Naturschutzbehörden zusammen, um Nester sicher von Bahnanlagen zu entfernen und gleichzeitig sichere Alternativen anzubieten.
Ziel ist es, die Betriebssicherheit mit dem Artenschutz in Einklang zu bringen. Durch die Lenkung der Störche zu ausgewiesenen Nistplätzen hoffen die Behörden, Risiken zu minimieren, ohne die Tiere zu gefährden.
Die Maßnahmen werden erggriffen, während die Population der Weißstörche in der Region weiter wächst. Gelingen die kombinierten Anstrengungen – Abschreckung, Nestentfernungen und alternative Nistmöglichkeiten –, könnten künftige Stromausfälle und Zugverspätungen verhindert werden. Der Ansatz sichert damit sowohl die Zuverlässigkeit der Infrastruktur als auch den Schutz der Weißstörche.






