16 April 2026, 00:41

Weltbank finanziert 2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt durch den Bosporus

Plakat mit einem detaillierten Kartenbild der Transsibirischen Eisenbahn mit Text auf der rechten Seite, der Städte, Ortschaften und Sehenswürdigkeiten entlang der Route beschreibt.

Weltbank finanziert 2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt durch den Bosporus

Die Weltbank hat ein Darlehen in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar für ein großes neues Eisenbahnprojekt in der Türkei genehmigt, das den Bosporus überquert. Das unter dem Namen Istanbul North Rail Crossing (INRAIL) bekannte Vorhaben soll den Güter- und Personenverkehr zwischen Europa und Asien revolutionieren, indem es einen zentralen Engpass in der Region entschärft.

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Das INRAIL-Projekt wird sich über 125 Kilometer durch den Norden Istanbuls erstrecken und in der Nähe des Schwarzes-Meer-Eingangs des Bosporus verlaufen. Es verbindet wichtige Knotenpunkte, darunter Gebze, den Flughafen Sabiha Gökçen, die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, den Flughafen Istanbul und Halkalı.

Die neue Strecke wird über hochleistungsfähige, elektrifizierte Gleise verfügen sowie 44 Tunnel und 42 Brücken umfassen. Sobald sie in Betrieb ist, wird sie das Stadtzentrum umgehen und einen unterbrechungsfreien Schienenverkehr zwischen den Kontinenten ermöglichen. Die aktuelle Frachtkapazität über den Bosporus liegt bei 3 Millionen Tonnen pro Jahr, doch INRAIL soll diese auf 50 Millionen Tonnen jährlich steigern.

Das Darlehen der Weltbank ist Teil eines umfassenden Finanzierungspakets in Höhe von 6,75 Milliarden US-Dollar, das von sechs multilateralen Entwicklungsbanken unterstützt wird. Bei Fertigstellung wird INRAIL das größte fremdfinanzierte Eisenbahnprojekt der Türkei und soll sowohl die nationale als auch die interkontinentale Verkehrszuverlässigkeit verbessern.

Das Projekt wird die Kapazitäten im Schienenverkehr für Personen und Güter deutlich erhöhen. Durch die Verringerung von Staus und die Verbesserung der Anbindung soll es die Rolle der Türkei als entscheidender Verkehrsknotenpunkt stärken. Der Bau erfolgt im Rahmen einer koordinierten Finanzierungsinitiative globaler Geldgeber.

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