Westbengalen wählt: Rekordbeteiligung und eskalierende Gewalt im Wahlkampf
Mila VoigtWestbengalen wählt: Rekordbeteiligung und eskalierende Gewalt im Wahlkampf
Wahlkampf in Westbengalen: Rekordbeteiligung und politische Spannungen
Die Parlamentswahlen in Westbengalen sind von hartem Konkurrenzkampf und einer noch nie dagewesenen Wählerbeteiligung geprägt. Allein in der ersten Phase lag die Wahlbeteiligung bei 92,9 Prozent – der höchste Wert seit 1947. Besonders umkämpft sind die Wahlkreise Bhabanipur und Nandigram, wo es bereits zu Auseinandersetzungen zwischen Parteianhängern kam, die nur durch Sicherheitskräfte geschlichtet werden konnten.
Die zweite Wahlrunde findet am 29. April statt. Im Fokus steht dabei Bhabanipur, wo Ministerpräsidentin Mamata Banerjee erneut antritt. 2021 hatte sie den Sitz an Suvendu Adhikari von der Bharatiya Janata Party (BJP) verloren, konnte ihn jedoch in einer Nachwahl zurückgewinnen. Diesmal kandidiert Adhikari erneut in Bhabanipur – parallel zu seinem Antreten in Nandigram.
Die Spannungen verschärften sich, als Anhänger der Trinamool Congress Party (TMC) und der BJP in der Nähe einer Wahlkampfveranstaltung Adhikaris in Bhabanipur aneinandergerieten. Adhikari selbst war zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort, doch die Sicherheitskräfte griffen ein, um die Lage zu beruhigen. Die TMC hat zudem Pabitra Kar, einen ehemaligen BJP-Funktionär, in Nandigram aufgestellt – was die Brisanz des Wahlkampfs weiter erhöht.
Die Auszählung der Stimmen für Westbengalen sowie für Assam, Tamil Nadu, Puducherry und Kerala erfolgt am 4. Mai. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die TMC ihre Vorherrschaft behalten oder die BJP im Bundesstaat weiter an Einfluss gewinnt.
Die Wahlen haben bereits für Rekordwahlbeteiligung gesorgt und zu gewalttätigen Konflikten zwischen verfeindeten Lagern geführt. Mit der Stimmenauszählung Anfang Mai werden die Ergebnisse in Bhabanipur und Nandigram die politische Landschaft Westbengalens prägen. Während der Wahlkampf in die entscheidende Phase geht, bleiben die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.






