26 March 2026, 12:37

WFP warnt vor beispielloser Hungerkrise durch Konflikte und Finanzierungslücken

Plakat mit einer Weltkarte und Text, der 3.950.000 hungernde Überlebende hervorhebt und zur Bekämpfung der Auswirkungen des Krieges aufruft.

WFP warnt vor beispielloser Hungerkrise durch Konflikte und Finanzierungslücken

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt vor einer sich verschärfenden globalen Hungerkrise. Stellenabbau, Finanzierungsengpässe und eskalierende Konflikte haben die Nahrungsmittelhilfe für Millionen Menschen drastisch gekürzt und bringen eine Rekordzahl von Menschen in Gefahr. Allein im Jahr 2023 litten 318 Millionen Menschen unter akuter Ernährungsunsicherheit – eine Zahl, die nun weiter steigen dürfte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das WFP sah sich gezwungen, seine Belegschaft um 5.000 Mitarbeiter zu verringern, ein Schritt, der voraussichtlich zu mehr Hungertoten führen wird. Gleichzeitig sind die finanziellen Mittel stark zurückgegangen: Die USA haben ihre Beiträge um zwei Drittel – etwa drei Milliarden Dollar – gekürzt. Diese Kürzungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Düngemittelpreise in die Höhe schnellen und neue Kriege immer mehr Menschen in Ernährungsnot stürzen.

Konflikte bleiben der Haupttreiber für Hunger und sind für 70 bis 80 Prozent der Fälle verantwortlich. In Afghanistan unterstützte das WFP Anfang 2024 noch bis zu zehn Millionen Menschen, erreicht nun aber nach Erdbeben und erneuten Kämpfen nur noch 1,52 Millionen. Im Sudan hat sich die Krise weiter zugespitzt: Die Organisation versorgt derzeit monatlich fünf Millionen Menschen mit Lebensmitteln. Der Gazastreifen, obwohl nicht mehr von einer Hungersnot betroffen, bleibt verwüstet.

Noch nie waren die Gefahren für Helfer so groß wie heute. WFP-Mitarbeiter wurden im Sudan und in Gaza getötet, andere werden im Jemen festgehalten. Trotz dieser Herausforderungen betonen Experten, dass jeder in die Bekämpfung von Unterernährung investierte Dollar geschätzte 23 Dollar an wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen bringt.

Für 2025 hat das WFP gleichzeitig Hungersnöte in Gaza und im Sudan erklärt – das erste Mal, dass zwei solche Krisen gleichzeitig ausgerufen wurden. Zunehmende Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und in der afrikanischen Sahelzone drohen, weitere 45 Millionen Menschen in akute Hungersnot zu stürzen.

Das WFP steht nun vor seiner bisher größten Bewährungsprobe: Die Ressourcen schwinden, während der Bedarf steigt. Ohne sofortiges Handeln wird die Zahl der Menschen, die unter schweren Nahrungsmittelknappheiten leiden, weiter anwachsen. Die Kürzungen bei Personal und Finanzmitteln bedeuten, dass Millionen, die einst Hilfe erhielten, nun leer ausgehen könnten.

Lesen Sie auch:

Quelle