WGA erreicht historischen Vierjahresvertrag mit AMPTP nach harten Verhandlungen
Mila VoigtWGA erreicht historischen Vierjahresvertrag mit AMPTP nach harten Verhandlungen
Die Writers Guild of America (WGA) hat einen neuen Vierjahresvertrag mit der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) ausgehandelt. Über 90 Prozent der abstimmenden Mitglieder unterstützten die Vereinbarung, die bedeutende Fortschritte bei Nachzahlungen, KI-Schutzklauseln und höheren Mindestvergütungen vorsieht.
Der Abschluss erfolgt vor dem Hintergrund der noch laufenden Verhandlungen mit SAG-AFTRA und der Directors Guild of America (DGA).
Die Gespräche zwischen der WGA und der AMPTP begannen im März und konzentrierten sich auf zentrale Themen wie Nachzahlungen, Schutzmaßnahmen gegen künstliche Intelligenz und Lohnerhöhungen. Während die Gilde in den meisten Bereichen Fortschritte erzielte, gab es bei der Frage nach der Größe der Autorenräume keine Änderungen.
Ein großer Erfolg war eine finanzielle Zuführung von 321 Millionen US-Dollar durch die Studios, um den Krankenversicherungsschutz der WGA über die Vertragslaufzeit zu stabilisieren. Im Gegenzug stimmte die Gilde einigen Anpassungen und Rücknahmen in der bestehenden Gesundheitsversicherungspolitik zu.
Meredith Stiehm, Präsidentin der WGA West, lobte das Ergebnis und würdigte die Arbeit des Verhandlungsteams und der Mitarbeiter. Die AMPTP gratulierte der WGA und zeigte sich optimistisch, ähnliche Abkommen mit SAG-AFTRA und der DGA zu erreichen.
Die Ratifizierung des Vertrags erfolgt, während die eigene Gewerkschaft der WGA-West-Mitarbeiter (WGSU) weiterhin streikt – sie hatte die Arbeit im Februar niedergelegt. Seit Mitte März gibt es kaum noch Kommunikation zwischen der WGSU und der WGAW-Führung, sodass der interne Konflikt ungelöst bleibt.
Der neue Vertrag stellt für die Autoren einen wichtigen Schritt dar, da er finanzielle Verbesserungen und Schutz vor dem Einsatz von KI sichert. Während SAG-AFTRA und die DGA noch verhandeln, richtet sich der Blick der Branche nun darauf, wie deren Abkommen ausfallen werden.
Für die WGA könnte sich die Aufmerksamkeit bald wieder auf die Beilegung des anhaltenden Streiks innerhalb der eigenen Mitarbeitergewerkschaft richten.






