"Wheelie Show": Wie Rollschuhe und Rollstühle eine inklusive Tanzrevolution entfachen
Lina Seidel"Wheelie Show": Wie Rollschuhe und Rollstühle eine inklusive Tanzrevolution entfachen
„Wheelie Show“: Ein neues inklusives Tanzstück feiert Premiere
Nach sechs Monaten Probenarbeit hat die neue inklusive Tanzperformance „Wheelie Show“ Premiere gefeiert. Das Stück verbindet Rollschuhfahrer:innen und Rollstuhlnutzer:innen zu einer dynamischen Erkundung von Tempo und Stille. Knallige, karierte Overalls und Sponsorenlogos unterstreichen die energiegeladene Ästhetik der Produktion.
Entstanden ist die Inszenierung aus dem Tanzkurs „Rolling Good Times“, den die Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn initiiert hatten. Über ein halbes Jahr hinweg entwickelte das Team die Performance durch gemeinsames Experimentieren und Feilen. Herausgekommen ist eine lebendige Mischung aus ruhigen und chaotischen Momenten, die an den Rhythmus einer Varietéshow erinnert.
Die Hälfte des Ensembles tanzt auf Rollschuhen, die andere Hälfte nutzt Rollstühle. Die Show beeindruckt mit gewagten Hebefiguren, bei denen die Rollschuhfahrer:innen auf fahrenden Rollstühlen balancieren. Sportliche Einflüsse aus Eishockey und Cheerleading verleihen der Produktion zusätzlich Tempo und Schwung.
Die Kostüme der Tänzer:innen, übersät mit Sponsorenlogos, erinnern an die visuelle Sprache des Rennsports. Jonah Onnen, einer der Performenden, hofft, dass das Publikum mit einem Gefühl von Freude und weniger Vorurteilen gegenüber Behinderung den Saal verlässt.
„Wheelie Show“ stellt herkömmliche Vorstellungen von Bewegung und Barrierefreiheit infrage. Indem es athletische Präzision mit künstlerischem Ausdruck verbindet, zeigt das Stück das kreative Potenzial inklusiver Performances. Die Produktion geht weiterhin auf Tournee und bietet eine frische Perspektive auf Tanz und Inklusion.






