27 April 2026, 04:39

Wie Asien und der globale Süden die Weltwirtschaft neu ordnen

Eine Karte von Südamerika, die Brasilien und Paraguay hervorhebt, mit begleitendem Text auf dem Papier.

Wie Asien und der globale Süden die Weltwirtschaft neu ordnen

Die globale wirtschaftliche Machtbalance hat sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten dramatisch verschoben. Während die USA und Europa einst dominierten, gewinnen heute Asien und der globale Süden zunehmend an Einfluss. Diese Veränderungen haben Handel, Politik und internationale Zusammenarbeit messbar umgestaltet.

1952 entfiel auf die USA noch ein Anteil von 40 Prozent am weltweiten BIP, kaufkraftbereinigt. Bis 2024 war dieser Anteil auf 15 Prozent gesunken. Chinas Wirtschaft hingegen wuchs im selben Zeitraum von nahezu null auf 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung an. Besonders deutlich wurde die Verschiebung zwischen 1988 und 2008, als die größten Einkommenszuwächse bei Menschen um den globalen Median zu verzeichnen waren – viele von ihnen in Asien.

Jahre lang profitierten Entwicklungsländer vom regelbasierten Handelssystem. Doch als die USA begannen, diese Regeln zu ignorieren, zeigten sich Risse. 2025 verhängte Präsident Donald Trump "Gegen"-Zölle auf die meisten Handelspartner der USA und belastete die Beziehungen zusätzlich. Dieser Schritt verstärkte die politische Frustration im Westen und schwächte die internationale Ordnung.

Nicht alle Länder wurden von diesen Veränderungen überrascht. Staaten wie China, Südkorea und Vietnam traten mit klaren Strategien in die Globalisierung ein – und ernteten die Früchte. Andere, wie Chile, demonstrierten den wachsenden Einfluss des globalen Südens. Unter dem früheren Präsidenten Gabriel Boric verhandelte Chile wirtschaftliche Abkommen, die seine Position stärkten. Ein solches Abkommen war die 2025 geschlossene Umfassende Wirtschaftspartnerschaft mit Indien – ein Zeichen für vertiefte Beziehungen außerhalb der traditionellen westlichen Bündnisse.

Der Niedergang der US-Vorherrschaft und der Aufstieg neuer Wirtschaftszentren haben die Funktionsweise von Handel und Diplomatie verändert. Länder, die sich auf die Globalisierung vorbereitet haben, verfügen heute über mehr Einfluss, während ältere Mächte die Konsequenzen falsch eingeschätzter Risiken tragen. Die Abkommen, Zölle und Einkommensverschiebungen der letzten Jahre zeigen eine Welt, in der das wirtschaftliche Gewicht nicht mehr allein im Westen liegt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Lesen Sie auch:

Quelle