Wie das Auswärtige Amt seit 65 Jahren internationale Meinungsführer nach Deutschland holt
Emil LangeWie das Auswärtige Amt seit 65 Jahren internationale Meinungsführer nach Deutschland holt
Das Auswärtige Amt führt seit 1958 ein Besucherprogramm für internationale Meinungsbildner durch. Über 60.000 Gäste aus Politik, Journalismus und Wissenschaft haben bisher an der Initiative teilgenommen. Jährlich verbringen sorgfältig ausgewählte Teilnehmer eine Woche in Deutschland, um sich mit zentralen Themen auseinanderzusetzen.
Das Programm richtet sich an Vertreter aus Journalismus, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Zu den behandelten Themen gehören Deutschlands Rolle in Europa, Klimapolitik, berufliche Bildung sowie die Geschichte des Landes im 20. Jahrhundert. Das Programm jeder Reise ist intensiv und auf die Interessen der Teilnehmer zugeschnitten.
Die Auswahl der Gäste erfolgt gemeinsam durch die deutschen Botschaften im Ausland und die Zentrale des Auswärtigen Amts. Das Programm bietet individuelle Reisen für hochrangige Persönlichkeiten sowie Gruppentermine für Fachleute aus derselben Region. Besonders erfolgreich haben sich thematische Reisen erwiesen, bei denen Teilnehmer aus verschiedenen Ländern sich mit einem gemeinsamen Schwerpunkt befassen.
Seit 2003 wird die Initiative vom Auswärtigen Amt geleitet. Zudem fördert es Praktika für ausländische Journalisten und junge Berufstätige in deutschen Redaktionen. Diese Angebote tragen dazu bei, langfristige Verbindungen zwischen Medienhäusern und internationalem Nachwuchs aufzubauen.
Das Besucherprogramm bringt seit mehr als sechs Jahrzehnten vielfältige Stimmen zusammen. Die Teilnehmer gewinnen direkte Einblicke in Deutschlands Politik, Gesellschaft und Medienlandschaft. Die Initiative stärkt durch strukturierte Austauschformate und berufliche Weiterbildung weiterhin den globalen Dialog.






