Wohltätigkeitsorganisation rudert zurück: Chor darf beim London-Marathon singen
Mila VoigtWohltätigkeitsorganisation rudert zurück: Chor darf beim London-Marathon singen
Wohltätigkeitsorganisation rudert nach öffentlicher Kritik zurück: Chor darf beim London-Marathon auftreten
Die Entscheidung der Organisation Scope, den Chor Singing Striders vom London-Marathon auszuschließen, wurde nach massiver öffentlicher Kritik revidiert. Ursprünglich hatte Scope die Gruppe wegen der Ansichten der Gründerin zu Geschlechterfragen ausgeschlossen – nun wird der Chor doch bei dem Event auftreten. Mit über 59.000 Läufer:innen könnte der diesjährige Marathon einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen.
Die Behindertenhilfsorganisation Scope hatte den Chor zunächst von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Schritt folgte auf zwei anonyme Beschwerden über Janet Murray, die Gründerin von Singing Striders. Murray hatte sich kritisch zur Teilnahme von biologischen Männern in Frauensport und Organisationen wie den Girlguides geäußert. Scope begründete die Absage mit seinem Bekenntnis zu Trans- und nicht-binärer Inklusion.
John McLachlan, der Geschäftsführer von Scope, überdachte die Entscheidung später. Er räumte ein, dass der Chor selbst keine bestimmte Position vertrete und sein Auftritt nicht im Widerspruch zu den Werten der Organisation stehe. Die Kehrtwende bedeutet, dass Singing Striders nun wie ursprünglich geplant bei Kilometer drei des Rennens singen werden.
Der London-Marathon, bekannt für sein Spitzenrennen der Frauen, vereint in seinem Massenevent Inklusion mit dem Schutz der Rechte von Sportlerinnen in Wettbewerbs-Kategorien. Die diesjährige Ausgabe könnte mit voraussichtlich mehr als 56.640 Finisher:innen (2023) eine der größten der Geschichte werden.
Nach einer Überprüfung der Beschwerden und der eigenen Richtlinien hat Scope den Chor wieder zugelassen. Singing Striders wird nun beim Marathon auftreten – das Event bleibt ein Magnet für Rekordteilnehmerzahlen, mit einer erwarteten neuen Bestmarke für 2024.






