Wohnkosten im Fernen Osten Russlands explodieren: Neubauten 19 % teurer als Altbauten
Emil LangeWohnkosten im Fernen Osten Russlands explodieren: Neubauten 19 % teurer als Altbauten
Wohnkosten im Föderationskreis Ferner Osten Russlands steigen stark an – Neubauten sind 19 % teurer als Bestandsimmobilien
Die Wohnkosten im russischen Föderationskreis Ferner Osten sind deutlich gestiegen: Neubauten liegen mittlerweile 19 % über den Preisen für Bestandswohnungen. Bis Ende 2025 erreichte der durchschnittliche Quadratmeterpreis 166.000 Rubel – damit belegt die Region bundesweit den dritt höchsten Platz. Steigende Materialkosten und eine nachlassende Nachfrage belasten den Markt zusätzlich.
Die Baukosten im Fernen Osten stiegen 2025 um 10 % und lagen im Schnitt bei 90.000 Rubel pro Quadratmeter. Stand Januar 2026 gab es jedoch große regionale Unterschiede: In Burjatien begannen die Preise bei 65.000 Rubel, in der Tschukotka erreichten sie dagegen bis zu 225.000 Rubel. Der starke Anstieg der Baumaterialpreise hat die Projektbudgets in die Höhe getrieben – in mehreren Gebieten lagen die tatsächlichen Kosten um 3 % oder mehr über den Richtwerten des Bauministeriums.
Komfortwohnungen dominieren – doch die Nachfrage bleibt schwach Rund 60 % der Neubauten im Fernen Osten entfallen auf Wohnungen der Komfortklasse. Dennoch hinkt die Nachfrage in einigen Regionen hinterher. In der Region Primorje waren bis Ende 2025 nur 58 % der neuen Wohnungen verkauft, und bis Januar 2026 fanden lediglich 29 % der noch im Bau befindlichen Einheiten Käufer. Der Quadratmeterpreis kletterte dort auf 184.000 Rubel – angetrieben durch höhere Projektkosten, weniger Baubeginn und erweiterte Hypothekenprogramme.
Trotz der Abschwächung verlangsamte sich das Preiswachstum bei Neubauten 2025 auf 5 % – und lag damit unter dem russischen Durchschnitt von 9 %. Die deutliche Preisscheere zwischen Neu- und Bestandsimmobilien bleibt bestehen und spiegelt die anhaltenden Herausforderungen des Marktes wider.
Fazit: Hohe Baukosten und ungleichmäßige Nachfrage prägen den Wohnungsmarkt Der Immobilienmarkt im Fernen Osten kämpft mit steigenden Baukosten und einer ungleich verteilten Nachfrage. Mit durchschnittlich 166.000 Rubel pro Quadratmeter zählt die Region zu den teuersten Russlands. Langsamere Verkaufszahlen und weiter steigende Materialpreise bestimmen die weitere Entwicklung des Sektors.






