Zack Polanskis politische Vergangenheit belastet die Nachwahl in Richmond Park
Lina SeidelZack Polanskis politische Vergangenheit belastet die Nachwahl in Richmond Park
Zack Polanski sieht sich vor der anstehenden Nachwahl im Wahlkreis Richmond Park mit Kritik an seinen früheren politischen Positionen konfrontiert. Der ehemalige Liberaldemokrat, der seit 2017 für die Grünen im Parlament sitzt, hatte vor seinem Parteiwechsel umstrittene Beschlüsse verteidigt. Die Labour-Partei wirft ihm nun vor, die Wähler über seine politische Vergangenheit zu täuschen.
2016 unterstützte Polanski als Mitglied der Liberaldemokraten öffentlich mehrere Entscheidungen seiner Partei. So sprach er sich für die Verdreifachung der Studiengebühren aus – ein Schritt, der später von den Grünen scharf verurteilt wurde. Im selben Jahr rechtfertigte er die Koalition mit den Konservativen sowie die Entscheidung, Syrien zu bombardieren.
Noch vor seinem Austritt aus den Liberaldemokraten 2017 rief Polanski Labour und die Grünen dazu auf, seine Partei bei der Nachwahl in Richmond Park zu unterstützen. Seine letzte dokumentierte Verteidigung der liberaldemokratischen Politik datiert aus dem Jahr 2016, kurz vor seinem Parteiwechsel.
Ein Sprecher der Labour-Partei erklärte, die Wähler hätten nun die Möglichkeit, Polanskis frühere Haltungen abzulehnen. Zudem warf man ihm vor, die Wähler „hypnotisieren“ zu wollen, um sie über seine früheren Positionen hinwegzutäuschen. Die Grünen hingegen distanzierten sich von der Studiengebührenpolitik und betonten, dies sei eine Entscheidung der Liberaldemokraten gewesen – ihre eigene Position sehe vor, die Gebühren vollständig abzuschaffen.
Die Grünen bleiben besonders bei den 18- bis 22-Jährigen, die von den Gebührenerhöhungen stark betroffen sind, die beliebteste Partei.
Polanskis Wechsel von den Liberaldemokraten zu den Grünen im Jahr 2017 markierte einen deutlichen Bruch mit seinen früheren politischen Überzeugungen. Angesichts der bevorstehenden Nachwahl bleiben seine früheren Positionen ein Streitpunkt. Die Kritik von Labour und die Haltung der Grünen zu den Studiengebühren dürften die Entscheidung der Wähler am Donnerstag maßgeblich beeinflussen.






