18 US-Staaten verklagen Trump-Regierung wegen Abschaffung zentraler Klimaregeln
Lina Seidel18 US-Staaten verklagen Trump-Regierung wegen Abschaffung zentraler Klimaregeln
Achtzehn US-Bundesstaaten und der Bezirk Columbia haben rechtliche Schritte gegen die Regierung unter Donald Trump eingeleitet. Ihre Klage richtet sich gegen die Entscheidung der Umweltbehörde EPA, eine zentrale Klimaregelung aufzuheben – die Gefährdungseinschätzung zu Treibhausgasen aus dem Jahr 2009. Dieser Schritt droht, jahrelange Fortschritte bei Emissionsstandards für Fahrzeuge und anderen Umweltschutzmaßnahmen zunichtezumachen.
Die Klage wurde am 19. März beim Berufungsgericht der USA für den Bezirk Columbia eingereicht. Sie zielt auf die Rücknahme der unter der Obama-Regierung erlassenen Gefährdungseinschätzung ab, die Treibhausgase als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit eingestuft hatte. Diese Bewertung bildete bisher die Grundlage für wichtige Klimavorschriften, darunter Abgasnormen für Fahrzeuge und den Clean Power Plan.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verurteilte die EPA-Entscheidung scharf und erklärte, niemand – nicht einmal der Präsident – stehe über dem Gesetz. Die Kläger argumentieren, dass die Streichung der Gefährdungseinschätzung die rechtliche Basis für die Regulierung von Treibhausgasen im Rahmen des Clean Air Act entziehe.
Sollte die EPA mit ihrem Vorhaben erfolgreich sein, könnte dies auch künftige Vorschriften für Kraftwerke, Öl- und Gasanlagen sowie andere Industrieemittenten schwächen. Die Aufhebung hat bereits jetzt dazu geführt, dass Emissionsstandards für Pkw und Lastwagen außer Kraft gesetzt wurden – ohne dass bundesweite Grenzwerte bestehen.
Das Ergebnis dieses Rechtsstreits wird darüber entscheiden, ob zentrale Klimaschutzmaßnahmen bestehen bleiben. Ohne die Gefährdungseinschätzung könnten weitreichende Kontrollen zur Luftreinhaltung entfallen. Der Fall liegt nun beim Berufungsgericht, wo die Bundesstaaten für den Erhalt bestehender Umweltschutzvorgaben kämpfen werden.






