17 April 2026, 18:40

25 Jahre Haft: Mutter versteckte zwei Babyleichen im Gefrierfach

Altes französisches Rechtsdokument mit der Bezeichnung "Tribunal Révolutionnaire", das Urteile über Hinrichtungen enthält, vergilbt und in Schreibschrift verfasst.

25 Jahre Haft: Mutter versteckte zwei Babyleichen im Gefrierfach

Ein französisches Gericht hat Aurélie S. zu 25 Jahren Haft verurteilt, nachdem in ihrem Familiengefrierfach die Leichen zweier Neugeborener gefunden wurden. Der Fall reiht sich in eine beunruhigende Serie ähnlicher Vorfälle in Frankreich ein, bei denen Mütter wegen Tötung und Verheimlichung ihrer Säuglinge verurteilt wurden. Das Urteil folgt auf einen Prozess, in dem ihr Handeln und die Umstände des Todes der Babys untersucht wurden.

Die Leiche des ersten Kindes wurde 2018 entdeckt. Aurélie S. behauptete zunächst, das Baby sei gestorben, nachdem sie die Treppe hinuntergestürzt sei. Forensische Gutachter widerlegten diese Darstellung jedoch und stellten fest, dass die Schädelverletzung nicht zu einem Sturz passte. Das zweite Baby fand man 2019 im Gefrierfach – kurz nachdem ihre älteste Tochter sie damit konfrontiert hatte.

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Aurélie S. räumte ein, das zweite Neugeborene in das Gefrierfach gelegt zu haben, beharrte jedoch darauf, nach einer geleugneten Schwangerschaft zu Hause entbunden zu haben und anschließend das Bewusstsein verloren zu haben, woraufhin das Kind starb. Das Gericht urteilte, dass sie zwar keine vorsätzliche Tötung beabsichtigt habe, ihre Vernachlässigung jedoch direkt zum Tod der Babys führte. Zudem wurde sie wegen Gewalt gegen ihre drei älteren Töchter verurteilt.

Der Fall erinnert an frühere Verurteilungen in Frankreich: 2015 und 2018 hatten verschiedene Gerichte Frauen zu Haftstrafen verurteilt, weil sie mehrere Neugeborene getötet und versteckt hatten. Diese Fälle werfen Fragen nach der Unterstützung für gefährdete Mütter auf.

Die 25-jährige Haftstrafe spiegelt die Feststellung des Gerichts wider, dass Aurélie S. den Babys die notwendige Fürsorge vorenthalten habe, was zu ihrem Tod führte. Die Verurteilung umfasst zudem Vorwürfe wegen Misshandlung ihrer anderen Kinder. Der Fall unterstreicht die anhaltenden rechtlichen und sozialen Herausforderungen im Zusammenhang mit Kindstötungen in Frankreich.

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