20 March 2026, 16:37

35 Jahre Landwirtschaftsverband MV: Zwischen Jubiläum und wachsenden Krisen

Luftaufnahme eines zum Verkauf stehenden Bauernhofs in Kroatien mit grünen Feldern, Bäumen, einem Zaun, einem Haus mit rotem Dach, entfernten Hügeln und einem bewölkten Himmel.

Schwesig ehrt die Rolle der Bauern in MV - 35 Jahre Landwirtschaftsverband MV: Zwischen Jubiläum und wachsenden Krisen

Landwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern feiert 35-jähriges Jubiläum

Der Meilenstein fällt in eine Zeit, in der steigende Kosten und globale Lieferengpässe die heimischen Betriebe unter Druck setzen. Dennoch bleibt die Landwirtschaft eine tragende Säule der Wirtschaftsleistung des Bundeslandes – mit Tausenden Arbeitsplätzen und riesigen Ackerflächen.

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Der 1989 gegründete Verband steht seit fast seiner gesamten Geschichte unter der langjährigen Führung von Agrarminister Till Backhaus, der das Amt seit 1998 innehat.

Die Branche sieht sich wachsenden Belastungen gegenüber: Die Preise für Düngemittel haben sich aufgrund globaler Knappheit – verschärft durch die Blockade der Straße von Hormus – auf das Fünffache erhöht. Hohe Energiekosten und gestörte Lieferketten verschärfen die Situation der Landwirte zusätzlich.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern von zentraler Bedeutung. Das Bundesland verfügt über den höchsten Anteil an Agrarfläche in Deutschland – aktuell werden 1,92 Millionen Hektar bewirtschaftet, leicht rückläufig gegenüber 2,05 Millionen im Jahr 1990. Die Branche beschäftigt rund 25.000 Menschen in etwa 5.000 Betrieben und trägt 3,4 Prozent zur Bruttowertschöpfung des Landes bei.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurde Detlef Kurreck für sein jahrzehntelanges Engagement in der regionalen Landwirtschaft als Ehrenmitglied gewürdigt.

Das Jubiläum des Verbandes unterstreicht sowohl seine beständige Rolle als auch die aktuellen Schwierigkeiten der Landwirte. Angesichts hoher Produktionskosten und globaler Unsicherheiten passt sich der Sektor kontinuierlich an – ohne dabei Lebensmittelsicherheit und Produktqualität zu vernachlässigen. Die landwirtschaftlichen Flächen und die Beschäftigten bleiben entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität des Landes.

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