Ambergs neuer Oberbürgermeister kommt von den Freien Wählern – CSU verliert nach Jahrzehnten
Lina SeidelAmbergs neuer Oberbürgermeister kommt von den Freien Wählern – CSU verliert nach Jahrzehnten
Amberg hat nach einer knappen Stichwahl einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Michael Fritz von den Freien Wählern setzte sich mit 54,6 Prozent der Stimmen durch. Das Ergebnis markiert einen Wechsel an der Spitze der Stadt und beendet die jahrzehntelange Dominanz der CSU im Rathaus.
Die Wahl fand am 22. März 2026 statt, nachdem der amtierende Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Seine Entscheidung öffnete das Rennen für einen engen Zweikampf zwischen Michael Fritz (Freie Wähler) und Stefan Ott (CSU).
Fritz gewann schließlich mit 54,6 Prozent der Stimmen, während Ott auf 45,4 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,4 Prozent – ein Zeichen für eine moderate Mobilisierung in der Stichwahl.
Der Sieg festigt den Aufstieg der Freien Wähler in Amberg. Seit 2014 hat die Partei kontinuierlich an Zuspruch gewonnen und krönt diesen Trend nun mit dem Gewinn des Oberbürgermeisteramts. Landesweite Ergebnisse der Stadtratswahlen 2026 zeigten Verluste für Grüne und SPD, während die AfD ein Plus von 7,5 Prozent verbuchte. Lokale Daten zu Verschiebungen in Amberg liegen jedoch noch nicht vor.
Erstmals stellen die Freien Wähler nun den Oberbürgermeister der Stadt. Das Ergebnis verändert die politische Landschaft Ambergs nach Jahren unter CSU-Führung. Fritz wird nach der offiziellen Amtsübergabe sein neues Amt antreten.






