17 March 2026, 20:28

Ameisenschmuggel in Kenia: Zwei Männer vor Gericht wegen illegaler Insektenexporte

Kleine schwarze Ameise auf dem Boden mit einer 1 mm Skala.

Versuchter Ameisen-Schmuggel: Zwei Männer in Kenia vor Gericht - Ameisenschmuggel in Kenia: Zwei Männer vor Gericht wegen illegaler Insektenexporte

Zwei Männer – einer aus Kenia und einer aus China – müssen sich in Nairobi wegen des Versuchs vor Gericht verantworten, Tausende Ameisen aus Kenia zu schmuggeln. Den beiden drohen schwere Vorwürfe, darunter illegaler Wildtierhandel und Verschwörung. Beide haben sich für nicht schuldig erklärt.

Der kenianische Beschuldigte wurde in der Rift-Valley-Region festgenommen, nachdem die Behörden bei ihm 1.000 lebende Ameisen einer nicht identifizierten Art sowie 113 Messor cephalotes, auch als Erntemeisen bekannt, gefunden hatten. Ermittlern zufolge soll er zuvor bereits drei von vier Männern Ameisen geliefert haben, die im vergangenen Jahr in einem separaten Schmuggelverfahren angeklagt wurden.

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Der chinesische Staatsbürger hingegen wurde am internationalen Flughafen Jomo Kenyatta in Nairobi festgenommen. Er hatte über 2.200 Ameisen – darunter seltene Messor cephalotes – in Reagenzgläsern und ausgehöhlten Klopapierrollen versteckt. Im Ausland kann eine einzige Messor cephalotes bis zu 100 Euro einbringen, was sie für Schmuggler zu einer lukrativen Beute macht.

Ameisenschmuggel aus Kenia bleibt zwar selten, ist aber kein Einzelfall. In den letzten fünf Jahren wurden nur zwei weitere dokumentierte Fälle bekannt. 2022 beschlagnahmten deutsche Behörden am Frankfurter Flughafen lebende Treiberameisen. Zwei Jahre später konfiszierten US-Behörden am JFK-Flughafen in New York Weberameisen.

Nach kenianischem Recht drohen den Angeklagten bei einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu sieben Jahren. Der Prozess reiht sich in eine Serie kleiner, aber wertvoller Versuche ein, exotische Insekten aus dem Land zu schmuggeln.

Der Fall unterstreicht die Risiken des illegalen Wildtierhandels – selbst bei so kleinen Lebewesen wie Ameisen. Sollten die beiden Männer schuldig gesprochen werden, müssen sie mit langen Gefängnisstrafen rechnen. Das Urteil könnte zudem einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Kenia künftig mit Versuchen umgeht, seltene Insektenarten zu schmuggeln.

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