18 March 2026, 01:18

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierender Sendungsmengen

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachten mit unterschiedlichen Balkenhöhen zeigt.

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierender Sendungsmengen

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen

Die Ausgaben im deutschen Stückgut- und Teilladungsverkehr (LTL) klettern weiterhin nach oben, obwohl das Sendungsaufkommen nahezu unverändert bleibt. Wie aus einem aktuellen Bericht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) hervorgeht, treiben vor allem höhere Personalkosten, steigende Preise für Paletten sowie Investitionen in die Infrastruktur die Ausgaben in die Höhe. Trotz Sparbemühungen sehen sich die Logistikdienstleister zunehmend gezwungen, die zusätzlichen Belastungen an die Kunden weiterzugeben.

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Im zweiten Halbjahr 2025 blieb das Sendungsvolumen in den LTL-Netzen mit einem Rückgang von nur 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr praktisch stabil. Gleichzeitig weitete sich jedoch die Zahl der Umschlagterminals aus, wodurch sich die Sendungen auf mehr Standorte verteilten. Diese Entwicklung führte zu einem Rückgang der durchschnittlichen Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent.

Gesamtbetrachtet stiegen die Betriebskosten im selben Zeitraum um 4,2 Prozent. Haupttreiber waren dabei Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur, mit denen die Unternehmen ihre Netze modernisieren wollen. Die Personalkosten blieben mit einem Anteil von rund 51 Prozent an den sendungsbezogenen Prozesskosten der größte Kostenfaktor – sie erhöhten sich um 3,7 Prozent.

Auch die Ausgaben für die Palettenhandhabung schnellen in die Höhe: Die Preise für Paletten kletterten um etwa 21 Prozent. Die sendungsbezogenen Prozesskosten legten um 3,4 Prozent zu, was die finanzielle Belastung weiter verschärfte. Zwar blieben Maut- und Spritkosten weitgehend stabil, doch konnten sie den allgemeinen Kostendruck nicht ausgleichen.

Der DSLV warnt, dass weitere Einsparungen im Teilladungsverkehr kaum noch möglich seien. Angesichts begrenzter Spielräume zur Kostenreduzierung dürften zusätzliche Belastungen künftig an den Markt weitergegeben werden.

Die deutschen LTL-Logistiker stehen unter wachsendem finanziellen Druck. Steigende Personal-, Paletten- und Infrastrukturkosten bei gleichzeitig stagnierenden Sendungsmengen deuten darauf hin, dass bald höhere Preise für die Kunden fällig werden könnten. Hinzu kommt der branchenweite Vorstoß in Richtung Digitalisierung und Klimaneutralität, der die ohnehin angespannte Kostensituation weiter verschärft.

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