Apothekenfonds verzeichnen Rekordzahlen: 35 Millionen Euro Einnahmen und mehr Patientenservices
Hannah RichterApothekenfonds verzeichnen Rekordzahlen: 35 Millionen Euro Einnahmen und mehr Patientenservices
Zwei zentrale Apothekenfonds in Deutschland verzeichnen im dritten Quartal eine deutliche finanzielle Aktivität. Der Pharmazeutische Dienstleistungsfonds (pDL) nahm fast 35 Millionen Euro ein – deutlich mehr, als er ausgab. Gleichzeitig schüttete der Not- und Nachtdienstfonds der Apotheken (NNF)11,3 Millionen Euro aus, was einen starken Anstieg gegenüber früheren Perioden bedeutet.
Der pDL verzeichnete ein kräftiges Einnahmenwachstum und erzielte zwischen Juli und September fast 35 Millionen Euro. Trotz gestiegener Abrechnungen überstiegen die Einnahmen weiterhin die Ausgaben. Insgesamt reichten 8.777 Apotheken in diesem Zeitraum Abrechnungen ein.
Auch der NNF meldete einen deutlichen Anstieg der Auszahlungen. Die Ausschüttungen im dritten Quartal erreichten 11,3 Millionen Euro – ein Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem zweiten Quartal stiegen die Zahlungen um 12 Prozent.
Auch die Patientenservices wurden ausgeweitet. Über 91.000 Menschen erhielten eine Schulung zur korrekten Anwendung von Inhalatoren – ein Anstieg um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem wurden 44.527 Risikobewertungen bei Bluthochdruck durchgeführt. Eine verstärkte Polypharmazie-Beratung erhielten 78.949 Patienten, die fünf oder mehr Medikamente einnehmen.
Konkrete Daten dazu, wie sich die Reformmaßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums auf die Finanzierung der Inhalator-Schulungen und der Polypharmazie-Beratung im Vergleich zum Vorjahr auswirken, liegen nicht vor.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine robuste finanzielle Entwicklung beider Fonds. Während die Einnahmen des pDL weiterhin deutlich über den Ausgaben liegen, sind die Ausschüttungen des NNF deutlich gestiegen. Auch die Patientendienstleistungen – von Inhalator-Schulungen bis zu Medikamenten-Checks – verzeichneten spürbare Zuwächse.






