03 April 2026, 14:34

Auslandsstudium-Träume enden oft in Betrug und finanziellen Ruinen

Plakattext lautet "Flüchtlinge können Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse erhalten und werden sich lokalen Studenten in geführten Kursdiskussionen anschließen" mit mehreren Menschen, einige halten Taschen, was darauf hindeutet, dass sie Flüchtlinge sind.

Auslandsstudium-Träume enden oft in Betrug und finanziellen Ruinen

Immer mehr Südkoreaner geraten durch unregulierte Auslandsstudien-Vermittlungsagenturen in finanzielle und rechtliche Schwierigkeiten. Fälle falsch bearbeiteter Visumsanträge und verlorener Gelder haben in den letzten Jahren stark zugenommen – viele bleiben auf ihren Kosten sitzen oder strandeten sogar im Ausland. Nach mehreren spektakulären Vorfällen, die gravierende Verbraucherschutzlücken offenbarten, wächst nun der Druck auf strengere Kontrollen.

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Im März 2025 beauftragte Park Gwan-woo eine solche Agentur mit der Beantragung seines Studentenvisums für Australien. Die Agentur versicherte ihm, seine Unterlagen seien vollständig – doch sein Working-Holiday-Visum lief im September ab, noch bevor das neue genehmigt wurde. Plötzlich war er als illegaler Aufenthalter gestrandet.

Die Agentur gab später einen Fehler zu und übernahm die Kosten für Parks Rückflug. Zudem bot sie an, die Anwaltskosten für ein neues Visumsverfahren zu tragen. Park plant jedoch, auf weitere Entschädigung zu klagen – wegen der Unterbrechung seines Studiums und der Folgen für seine Karriere.

Ein anderes Opfer zahlte umgerechnet etwa 10 Millionen Won (rund 6.600 Euro) für ein kanadisches Studienprogramm, erhielt aber weder Visum noch eine Rückerstattung. Solche Fälle häufen sich: Die Beschwerden über Auslandsstudien-Agenturen stiegen von 34 im Jahr 2022 auf 44 im Jahr 2025, während sich die Vorfälle bei Weiterbildungsvermittlern im gleichen Zeitraum von 4 auf 11 verdreifachten.

Aktuell gibt es keine staatliche Aufsichtsbehörde für diese Branche. Das Bildungsministerium ist rechtlich nicht verpflichtet, die Agenturen zu überwachen – Verbraucher bleiben damit schutzlos. Der Anwalt Shin Hyun-jun schlägt vor, ein rechtliches Rahmenwerk zu schaffen, um die Branche zu regulieren und Nutzerrechte zu stärken.

Viele Betroffene erleben durch Agenturfehler Verzögerungen, finanzielle Verluste oder fallen sogar in eine illegale Aufenthaltssituation. Ohne Kontrollen haben Opfer kaum eine Chance, ihr Geld zurückzuerhalten oder die Agenturen zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Fehlen von Regularien setzt Studierende und Arbeitssuchende unnötigen Risiken aus, wenn sie Auslandsstudien-Dienstleistungen nutzen. Angesichts steigender Beschwerden wächst der Druck auf neue Gesetze, um weitere Schäden zu verhindern. Klagen und Reformvorschläge könnten die Agenturen bald zu mehr Transparenz und Verantwortung zwingen.

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