Banken kämpfen mit digitalen Konten um die Generation Alpha – wer gewinnt die Kinder?
Emil LangeBanken kämpfen mit digitalen Konten um die Generation Alpha – wer gewinnt die Kinder?
Digitales Banking für Kinder wächst rasant – Banken buhlen um junge Kunden
Die digitale Geldverwaltung für Kinder verbreitet sich schnell, da Banken um die Gunst junger Kunden konkurrieren. Monzo bedient bereits jedes achte Kind der britischen Generation Alpha – also der zwischen 2010 und 2024 Geborenen – und zählt über eine Million Nutzer unter 16 Jahren unter seinen 15 Millionen Kunden. Der Wandel spiegelt sich auch in traditionellen Geldgewohnheiten wider: Bankwechsel oder das Sparen von Taschengeld verändern sich im digitalen Zeitalter grundlegend.
Erst kürzlich führte Monzo den "Spar-Helfer" ein, ein Tool, das Kindern finanzielles Verantwortungsbewusstsein vermitteln soll. Dahinter steht ein klarer Trend: Banken wollen Kunden früh an sich binden, um langfristig Akquisekosten zu sparen. Fast die Hälfte der britischen Erwachsenen hat noch nie das Konto gewechselt, und 64 Prozent bleiben seit über einem Jahrzehnt bei derselben Bank.
Auch das Taschengeld passt sich an. Ein Sechsjähriger erhält heute durchschnittlich 2,81 Pfund pro Woche, ein 17-Jähriger bereits 23,97 Pfund. Die mit Technologie aufgewachsene Generation Alpha trifft zunehmend eigenständige Kaufentscheidungen – selbst traditionelle Bräuche wie die "Zahnfee"-Zahlungen geraten ins Wanken.
Andere Banken ziehen nach: Die Rooster Money von NatWest bietet Vorab-Girokarten bereits für Sechsjährige an. Revolut geht noch weiter und gewährt Kindern Zugang zu Premium-Apps – von Fotobearbeitungsprogrammen bis hin zu "Uber für Teenager".
Der Wettbewerb zeigt eine deutliche Strategie: Wer Kinder früh gewinnt, behält sie möglicherweise ein Leben lang. Da digitale Tools das Geldmanagement junger Menschen neu prägen, investieren Banken massiv in kindgerechte Dienstleistungen. Monzo, NatWest und Revolut setzen darauf, von klein auf Loyalität aufzubauen. Während sich die finanziellen Gewohnheiten der Generation Alpha formen, könnten diese Plattformen ihre Bankbeziehungen für Jahrzehnte prägen.






