07 April 2026, 04:32

BBC feuert Scott Mills nach neuen Vorwürfen schwerer Sexualstraftaten an Minderjähriger

Ein Mann in Anzug und Krawatte spricht mit Reportern, während eine Frau mit einer Kamera rechts von ihm steht.

BBC feuert Scott Mills nach neuen Vorwürfen schwerer Sexualstraftaten an Minderjähriger

Die BBC hat den Radiomoderator Scott Mills nach neuen Vorwürfen schwerer Sexualstraftaten an einer minderjährigen Person entlassen. Die Entscheidung fiel am Montag und beendet damit seine 28-jährige Karriere beim Sender. Der Rundfunkanstalt zufolge habe man frühere Bedenken hinsichtlich seines Verhaltens nicht ausreichend verfolgt.

Erste Ermittlungen gegen Mills leitete die Polizei bereits 2016 ein, nachdem Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber einer Minderjährigen bekannt geworden waren. Das Verfahren wurde 2019 mangels Beweisen eingestellt. Unabhängig davon wurden BBC-Verantwortliche 2022 auf Bedenken bezüglich seines Verhaltens aufmerksam, doch damals folgten keine offiziellen Konsequenzen.

Im Mai 2025 kündigte die BBC Mills' Vertrag, nachdem neue Details zu den angeblichen Vorfällen vorlagen. Später gab der Sender zu, eine Beschwerde aus dem Jahr 2025 über "unangemessene Kommunikation" nicht ausreichend geprüft zu haben. Unklar bleibt, ob die BBC zum Zeitpunkt der Beschwerde von den polizeilichen Ermittlungen aus dem Jahr 2018 wusste.

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Kollegen reagierten auf die Entlassung: Jeremy Vine nannte die Entscheidung "ungerecht" und hinterfragte das Vorgehen der BBC. Der ehemalige BBC-News-Moderator Huw Edwards hingegen "likte" einen LinkedIn-Beitrag, der offenbar Solidarität mit Mills ausdrückte.

Mills' Anwälte wurden um eine Stellungnahme gebeten, doch er selbst hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.

Die Entlassung folgt auf Jahre ungehörter Warnungen und eine frühere polizeiliche Untersuchung. Mit Mills' Abgang endet eine lange Karriere beim Sender – doch die BBC muss sich nun fragen lassen, warum frühere Hinweise ignoriert wurden.

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