Belarussischer Boxer wirft Managern Betrug und Vertragsfälschung vor
Hannah RichterBelarussischer Boxer wirft Managern Betrug und Vertragsfälschung vor
Der belarussische Boxer Jewheni Makaratschuk wirft seinen ehemaligen polnischen Managern Betrug und Vertragsfälschung vor. Im Mittelpunkt des Streits stehen ausstehende Kampfhonorare, nicht autorisierte Vereinbarungen sowie ein gescheiterter Vermittlungsversuch mit dem Promoter Mariusz Grabowski. Makaratschuk kündigte nun rechtliche Schritte an und betont, er besitze Beweise für seine Vorwürfe.
Der Konflikt eskalierte, als Makaratschuk an einer anderen Veranstaltung, Tymex, teilnehmen wollte – statt an dem von seinen Managern organisierten Kampf in der Schweiz. Er behauptet, Viktor Matseran und Dsjanis Swonik hätten ihn ohne seine Zustimmung für einen Kampf im Januar 2024 angemeldet.
Zudem wirft er ihnen vor, ihn um 1.500 Euro betrogen zu haben, indem sie fälschlich behaupteten, sein Kampfhonorar betrage 9.000 statt der vereinbarten 10.500 Euro. Nach gescheiterten Verhandlungen mit Promoter Mariusz Grabowski ging er Anfang 2026 mit seinen Anschuldigungen an die Öffentlichkeit.
Anfangs wiesen Matseran und Swonik in einer Erklärung vom 15. Februar auf Social Media jede Schuld von sich. Doch bis zum 10. März entschuldigten sie sich gemeinsam, einigten sich außergerichtlich und versprachen mehr Transparenz bei Boxverträgen. Trotz der Einigung besteht Makaratschuk darauf, getäuscht worden zu sein, und hält weiterhin Beweise für die Betrugsvorwürfe zurück.
Der Boxer hat seine belarussische Staatsbürgerschaft nicht aufgegeben und sah sich bei seiner Ausreise mit Fragen zu seinen Boxverbindungen konfrontiert. Dennoch betont er, keine Angst vor den Behörden nach seiner Abreise zu haben.
Der Streit endete mit einer Entschuldigung und einer außergerichtlichen Einigung der polnischen Manager. Makaratschuk bleibt jedoch bei seinen Vorwürfen und behält die Beweise für die Betrugsanschuldigungen. Der Fall wirft erneut Fragen zur Vertragstransparenz im Kampfsport auf.






