Berlin kämpft mit neuer Strategie gegen queerenfeindliche Gewalt und Hasskriminalität
Emil LangeBerlin kämpft mit neuer Strategie gegen queerenfeindliche Gewalt und Hasskriminalität
Berlin startet neue Strategie für mehr Sicherheit queerer Menschen
Berlin hat eine neue Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen in der gesamten Stadt auf den Weg gebracht. Der Schritt folgt einem besorgniserregenden Anstieg von Hasskriminalität – allein 2023 wurden 588 Vorfälle gemeldet. Die Behörden wollen die Hauptstadt inklusiver und sicherer für ihre vielfältigen Communities machen.
Der Plan wurde nach einem deutlichen Anstieg queerenfeindlicher Gewalt im vergangenen Jahr eingeführt. Von den 588 dokumentierten Fällen waren 127 körperliche Angriffe. Nun sollen besonders gefährdete Orte wie Parks und Treffpunkte zu sicheren Räumen umgestaltet werden.
Jeder Berliner Bezirk wird Beratungsstellen gegen Diskriminierung einrichten. Allerdings wurde im ersten Jahr nach der Ankündigung der Strategie noch keine dieser Einrichtungen eröffnet. Weitere Maßnahmen umfassen Notrufstationen im öffentlichen Raum und strengere Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen.
Polizei und Sicherheitskräfte erhalten vermehrt Sensibilisierungsschulungen, um Vorfälle besser zu bewältigen. Eine neue Einheit wird sich zudem der Bekämpfung von Queerfeindlichkeit im Netz widmen. Gleichzeitig führen Schulen in allen Neubauten geschlechterneutrale Duschen und Toiletten ein.
Berlin ist das erste Bundesland, das eine derart umfassende Sicherheitsstrategie für queere Bewohner:innen umsetzt. Die Maßnahmen zielen auf den Schutz im physischen wie im digitalen Raum ab. Verbesserte Schulungen, sichere öffentliche Orte und spezialisierte Beratungsstellen bilden das Herzstück des Plans. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Schritte die Gewalt verringern und eine willkommendere Stadt fördern.






