Berlin plant Wiedereingliederung von Vivantes-Tochterfirmen bis 2025
Die CDU- und SPD-Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus setzen sich für die Wiedereingliederung der Vivantes-Tochtergesellschaften in den Hauptkonzern des Krankenhausverbunds ein. Von der Maßnahme wären rund 2.200 Beschäftigte in den Bereichen Logistik, Reinigung und Verpflegung betroffen. Ein entsprechender Antrag fordert den Senat auf, bis März 2025 die notwendigen Schritte, den Zeitplan und die Kosten für die Umsetzung darzulegen.
Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU Berlin) bestätigte das Ziel, die Wiedereingliederung bis März 2025 abzuschließen. Im Antrag wird betont, dass die Löhne der Tochtergesellschaftsmitarbeiter schrittweise an das Niveau des öffentlichen Dienstes angeglichen werden sollen – orientiert am Vorbild der Charité-Tochter CFM. Der SPD-Politiker Raed Saleh unterstützte den Plan mit Verweis auf das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".
Die Gewerkschaft Verdi verhandelt seit Januar 2025 mit Vivantes und fordert einen Tarifvertrag, der für alle Beschäftigten die vollen Lohnstandards des öffentlichen Krankenhaussektors (TVöD-K) vorsieht. Der Antrag hebt zudem hervor, dass sowohl die Unternehmensführung als auch die Gewerkschaften in der Pflicht stehen, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Die Abgeordneten drängen den Senat zu zügigem Handeln und fordern klare Voraussetzungen sowie einen realistischen Finanzrahmen. Ziel ist die "schnellstmögliche Integration" bei gleichzeitiger Sicherung fairer Bezahlung für die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften.
Der Senat muss nun einen detaillierten Plan vorlegen – inklusive Fristen und Kostenschätzungen –, um die Vivantes-Tochterfirmen zurück in den Mutterkonzern zu führen. Gelingt die Wiedereingliederung, würden die Löhne an die Standards des öffentlichen Dienstes angepasst und tausende Beschäftigte im Berliner Krankenhauswesen profitieren.






