23 April 2026, 20:03

Spritpreise sinken im Mai – doch reicht die Steuerermäßigung für alle?

Tankstellenanzeige vergleicht reguläre Benzin- und Dieselpreise von September 2014 mit beschrifteten Zapfsäulen, die prozentuale und textuelle Unterschiede zeigen.

Spritpreise sinken im Mai – doch reicht die Steuerermäßigung für alle?

Spritpreise an der Zapfsäule sinken im Mai dank temporärer Steuerermäßigung

Als Teil einer befristeten Steuersenkung der Bundesregierung werden die Kraftstoffpreise im Mai fallen. Die auf zwei Monate angelegte Entlastung soll Autofahrer und Unternehmen entlasten. Kritiker monieren jedoch, dass die Maßnahme nicht weit genug gehe, um den Bedürftigsten wirklich zu helfen.

Das Parlament wird voraussichtlich eine Rückerstattung der Kraftstoffsteuer in Höhe von etwa 17 Cent pro Liter beschließen, gültig ab dem 1. Mai. Die Ermäßigung gilt für zwei Monate und könnte – sofern sie vollständig an die Verbraucher weitergegeben wird – Autofahrern und Unternehmen Ersparnisse von rund 1,6 Milliarden Euro bringen.

Die Kosten des Programms entsprechen dem jährlichen Bundesetat von 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket. Laut dem Sozialverband VdK verschlingt die Spritpreissenkung ebenso viel Geld wie die Finanzierung des Tickets für das gesamte Jahr 2026.

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Der VdK fordert über die Kraftstoffsteuersenkung hinaus weitere Hilfen. Dazu zählen einkommensabhängige Direktzahlungen, höhere Regelsätze in der Grundsicherung sowie gezielte Unterstützung für Haushalte mit niedrigem Einkommen.

Die temporäre Steuerermäßigung wird die Kosten für Autofahrer und Unternehmen nur dann spürbar senken, wenn die Tankstellen die Preise entsprechend anpassen. Derweil betont der VdK, dass umfassendere finanzielle Entlastungen nötig seien, um Haushalte in Not wirksam zu unterstützen. Die Ausgaben der Regierung für die Spritpreissenkung entsprechen dabei den jährlichen Investitionen in den ÖPNV.

Quelle