Berlin-Schöneweide wird zum nachhaltigen Energie-Hotspot mit Milliardenprojekt
Lina SeidelBerlin-Schöneweide wird zum nachhaltigen Energie-Hotspot mit Milliardenprojekt
Ein großes Geothermie-Projekt soll Berlin-Schöneweide in ein nachhaltiges Industriezentrum verwandeln. Unter der Leitung der DIE | AG entsteht auf zehn Hektar Fläche in der Nähe des historischen Peter-Behrens-Baus ein Vorhaben, das Tausende Haushalte sowie neue Gewerbeflächen mit Energie versorgen soll. Mit Investitionen von über einer Milliarde Euro soll das Projekt bis 2027 fertiggestellt werden.
Das unter dem Namen «BE-U» geführte Vorhaben liegt zwei Kilometer vom S-Bahnhof Schöneweide und sieben Kilometer vom Bahnhof Ostkreuz entfernt. Bohrungen sollen bis in eine Tiefe von 4,5 Kilometern vorstoßen, um geothermische Energie zu erschließen – mit einem geplanten Jahresertrag von 25 Gigawattstunden. Diese Kapazität würde ausreichen, um das Industriegebiet Behrens-Ufer, angrenzende Straßen und Zehntausende Haushalte zu versorgen.
Geplant sind 235.000 Quadratmeter vermietbare Gewerbeflächen, wobei die ersten Mietverträge für bestehende und neu errichtete Gebäude noch 2023 unterzeichnet werden sollen. Das Projekt reiht sich in Deutschlands verstärkten Ausbau der Geothermie ein und zählt zu den rund 15 bis 20 Pilotprojekten, die seit 2021 gestartet wurden. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen setzen bereits Standorte auf tiefe Geothermie und optimierte Systeme, um die Energiewende voranzutreiben.
Nach der Fertigstellung wird der BE-U-Park industrielles Wachstum mit erneuerbarer Energie verbinden. Die Geothermieanlage ist darauf ausgelegt, sowohl Gewerbetreibende als auch Anwohner zuverlässig mit Strom zu versorgen. Bau und Energieproduktion sollen bis 2027 abgeschlossen sein.






