Berns Eishockeyteam steckt nach Play-In-Aus in der tiefsten Krise seiner Geschichte
Hannah RichterBerns Eishockeyteam steckt nach Play-In-Aus in der tiefsten Krise seiner Geschichte
Bernes Eishockeyteam erntet Sturm der Kritik nach frühem Play-In-Aus gegen die Lakers
Nach dem vorzeitigen Ausscheiden in den Play-Ins gegen die Lakers sah sich Berns Eishockeyteam einer Welle der Empörung ausgesetzt. Fans hielten vorbereitete Transparente hoch und ließen ihrem Frust über die Spieler wie auch die Vereinsführung freien Lauf. Die Niederlage markierte einen Tiefpunkt in einer Saison, die viele als desaströs bezeichneten.
Die Probleme des Teams gerieten besonders in den Fokus, als CEO Marc Luthi nach 26 Jahren an der Spitze seinen Rücktritt bekanntgab. Er nannte die Leistungen "peinlich" und räumte ein, dass das Ergebnis seine Entscheidung erzwungen habe. Zwar werde er dem Klub weiterhin verbunden bleiben, doch betonte er, dies künftig aus der Distanz zu tun.
Sportdirektor Martin Plüss kritisierte vor allem das dritte Drittel als besonders schwach und verwies damit auf ein grundlegendes Muster an Ineffizienz. Trotz der zweitmeisten Torabschlüsse der Liga gelang es Bern nicht, Chancen in Siege umzumünzen. Topscorer Victor Ejdsell beendete die Saison mit 29 Punkten (16 Tore), während Miro Aaltonen in 47 Spielen lediglich sechs Treffer erzielte.
Auch Kapitän Ramon Untersander hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und bezeichnete die Saison als "Katastrophe". Er forderte das gesamte Team auf, die eigenen Versäumnisse zu reflektieren und die Verantwortung für den Zusammenbruch zu übernehmen.
Mit dem Ausscheiden steht Bern nun ohne Führung da – und einer Fanschaft, die nach Veränderung verlangt. Da Schlüsselpersonen tiefgreifende Probleme eingestehen, steht der Klub unter Druck, sich sowohl sportlich als auch strukturell neu aufzustellen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Saison als Wendepunkt in die Geschichte eingeht – oder als Vorbote weiteren Niedergangs.






