Bitcoin-Kurs schießt um 4 % nach oben – Leerverkäufer verlieren 607 Millionen Dollar
Emil LangeBitcoin-Kurs schießt um 4 % nach oben – Leerverkäufer verlieren 607 Millionen Dollar
Bitcoin erlebte am 23. April einen steilen Anstieg und kletterte innerhalb weniger Stunden von 76.351 auf bis zu 79.488 US-Dollar. Der plötzliche Kursanstieg löste Leerverkaufsliquidationen in Höhe von über 607,9 Millionen US-Dollar aus, während der Derivatehandel das Handelsvolumen am Kassamarkt überflügelte. Analysten führen den Preissprung vor allem auf Zwangsliquidationen und Spekulationen mit Futures zurück.
Der Bitcoin-Kurs stieg am 23. April in einer einzigen Handelssitzung um 4,05 % und bewegte sich von 76.351 auf bis zu 79.488 US-Dollar, bevor er nach einem kurzen Verweilen nahe diesem Höchststand wieder auf etwa 78.223 US-Dollar zurückfiel. Carmelo Alemán, On-Chain-Analyst bei CryptoQuant, brachte den Anstieg mit einer Welle von Zwangsliquidierungen in Verbindung, die während des Rallys ein Volumen von über 607,9 Millionen US-Dollar erreichten.
Auch das Open Interest bei Bitcoin-Derivaten schnitt deutlich nach oben – von 24,88 Milliarden auf fast 28 Milliarden US-Dollar. Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, wies darauf hin, dass sich die Expansion im Futures- und Optionshandel schneller vollzog als die Umsätze am Kassamarkt. Daten des Unternehmens zeigten zudem, dass der 30-Tage-Indikator für die scheinbare Nachfrage nach Bitcoin negativ blieb – ein Hinweis auf eine schwächere organische Kaufbereitschaft.
Trotz der verhaltenen Aktivität am Kassamarkt nahm die institutionelle Nachfrage in anderen Bereichen zu. Allein in diesem Monat sammelten Bitcoin-ETFs BTC im Wert von über 2,6 Milliarden US-Dollar an. Gleichzeitig stockte das Unternehmen Strategy des Bitcoin-Befürworters Michael Saylor während des Kursanstiegs seine Bestände um weitere 255 Millionen US-Dollar in Bitcoin auf.
Der Preissprung vom 23. April unterstrich den wachsenden Einfluss des Derivatehandels auf die Bitcoin-Kursbewegungen. Mit dem starken Anstieg des Open Interest und der Auslöschung zahlreicher Short-Positionen vollzog sich eine klare Verschiebung weg von einer nachfragegetriebenen Kassamarkt-Dynamik. Der Trend zeigt, wie Spekulationsaktivitäten an den Futures-Märkten die Volatilität von Bitcoin mittlerweile stärker prägen als direkte Käufe.






