Bitcoin stürzt unter 70.000 Dollar – längster Abwärtstrend seit 2018
Hannah RichterBitcoin stürzt unter 70.000 Dollar – längster Abwärtstrend seit 2018
Bitcoin-Anleger erlitten am Donnerstag herbe Verluste, als der Wert der Kryptowährung stark einbrach. Der Kurs fiel auf 63.000 US-Dollar und rutschte damit erstmals seit Ende 2024 wieder unter die Marke von 70.000 US-Dollar. Dieser Rückgang verlängerte eine viermonatige Verlustserie – die längste seit 2018 – und bescherte Händlern an einem einzigen Tag ein Minus von 13 Prozent.
Der jüngste Einbruch folgt auf einen steilen Abwärtstrend seit dem Rekordhoch von 126.199 US-Dollar im Oktober 2025. Bis Mitte März 2026 war der Wert auf ein Niveau zwischen 70.500 und 75.600 US-Dollar gesunken. Allein im Februar gab es einen Rückgang um 15 Prozent, was fünf aufeinanderfolgende Monate mit Verlusten besiegelte. Dies steht in krassem Gegensatz zu früheren Erholungsphasen, wie etwa 2023, als Bitcoin von 24.800–31.800 US-Dollar auf 42.283 US-Dollar bis Jahresende zurückkehrte, oder dem Anstieg zwischen 2024 und 2025 auf über 120.000 US-Dollar.
Mehrere externe Faktoren haben diesen Abwärtstrend geprägt. Ein nachlassender Verkaufsdruck durch Miner und verstärkte Käufe großer Investoren boten zunächst etwas Unterstützung. Der vorgeschlagene Clarity Act, der voraussichtlich mit 90-prozentiger Zustimmung verabschiedet wird, zielt auf die Regulierung von Stablecoins ab und schafft zusätzliche Unsicherheit. Auch die geopolitische Entspannung zwischen den USA und dem Iran, vorangetrieben durch die Ölpreismaßnahmen von Finanzminister Bessent, beeinflusste die Marktstimmung. Zudem trugen die Erwartungen von drei Zinssenkungen der US-Notenbank nach der Entscheidung vom 18. März dazu bei, dass Bitcoin im März um 8 Prozent auf etwa 73.800 US-Dollar erholte.
Gegenüber dem Schweizer Franken verlor Bitcoin am Donnerstag von rund 56.000 Franken auf unter 50.000 Franken. Der anhaltende Abwärtstrend lässt Anleger gespannt auf Anzeichen einer Stabilisierung oder weiterer Schwankungen achten.
Die Kryptowährung notiert derzeit deutlich unter ihrem Höchststand von Ende 2025, wobei der Rückgang um 13 Prozent am Donnerstag die Verluste noch vertiefte. Marktbeobachter verfolgen nun die regulatorischen Entwicklungen, die Geldpolitik der Fed und geopolitische Bewegungen, um Hinweise auf die nächste Richtung von Bitcoin zu erhalten. Vorerst bleibt die viermonatige Talfahrt die längste seit fast sechs Jahren.






