07 April 2026, 14:01

Breitbandausbau in Deutschland: Warum der Glasfaser-Turbo jetzt stottert

Blauer Hintergrund mit zentrierter weißer Schrift, die besagt: "Präsident Biden setzt sich dafür ein, bis 2030 jeden Amerikaner mit erschwinglichem High-Speed-Internet zu verbinden."

Breitbandausbau in Deutschland: Warum der Glasfaser-Turbo jetzt stottert

Deutschlands Vorstoß für schnelleres Internet erleidet Rückschlag

Der Ausbau hochleistungsfähiger Internetverbindungen in Deutschland steht vor einer neuen Hürde. Eine aktuelle Entscheidung der Bundesregierung verbietet nun, dass privat finanzierte Glasfasernetze in Gebieten, in denen öffentliche Fördermittel vorgesehen sind, die bestehende Infrastruktur mitnutzen. Damit wird ein zentraler Bestandteil eines 2016 beschlossenen Gesetzes ausgehebelt, das den flächendeckenden Breitbandausbau beschleunigen sollte.

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2016 hatte der Bundestag das Digitale-Netze-Gesetz verabschiedet, um den Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet zu verbessern. Das Gesetz verpflichtete Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsfirmen zu erlauben, bei öffentlich geförderten Projekten Glasfaserkabel entlang ihrer bestehenden Leitungen zu verlegen. Diese Regelung sollte Kosten sparen und den Ausbau beschleunigen, indem unnötige Erdarbeiten vermieden wurden.

Denn die größten Ausgaben beim Glasfaserausbau entfallen auf die Tiefbauarbeiten. Je nach Methode können sie bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur sollte diese hohen Kosten senken und private Investitionen anregen.

Die Bundesregierung hat diese Regelung nun eingeschränkt: In Gebieten, für die bereits öffentliche Fördergelder bereitstehen, dürfen private Netzbetreiber die Infrastruktur nicht mehr mitnutzen. Diese Entscheidung schränkt die Zusammenarbeit zwischen privat und öffentlich finanzierten Projekten ein – und könnte den Ausbau in diesen Regionen verzögern.

Die Neuregelung betrifft vor allem den Glasfaserausbau in geförderten Gebieten. Private Unternehmen müssen dort nun eigene Leitungen verlegen, selbst wenn bereits öffentliche Mittel fließen. Das könnte die Kosten in die Höhe treiben und die Einführung von Hochgeschwindigkeitsinternet in Teilen Deutschlands weiter verzögern.

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