10 April 2026, 14:39

Britische Hotelbranche boomt trotz steigender Gewerbesteuern und Unsicherheit

Das Northern Hotel in Brighton, England, ein großes weißes Gebäude mit Glasfenstern und -türen, das eine Schildertafel und zwei geparkte Autos vorweist, mit Straßenmerkmalen wie einem Pfahl, Pflanzen und Fahnen unter einem bewölkten Himmel.

Britische Hotelbranche boomt trotz steigender Gewerbesteuern und Unsicherheit

Britische Hotellerie verzeichnet starken Jahresstart – Investitionen steigen kräftig an

Die britische Hotelbranche hat einen überaus starken Beginn ins neue Jahr erlebt: Die Investitionen stiegen deutlich an. Allein im ersten Quartal flossen über 1,1 Milliarden Pfund in den Markt – ein Plus von 63 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Aufschwung kommt trotz wachsender Sorgen über steigende Gewerbesteuern und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit.

Treiber des Investitionsbooms waren große Transaktionen, darunter der Erwerb hochkarätiger Immobilien wie das Marriott Grosvenor Square, das Radisson Blu Leicester Square und das Grafton Street-Projekt in Mayfair. Besonders London blieb ein zentraler Anziehungspunkt für Investoren, vor allem im Luxussegment und bei großflächigen Objekten.

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Doch die Erhöhung der Gewerbesteuern wirft einen Schatten auf die Branche. Seit dem 1. April müssen Hotels im Schnitt 30 Prozent mehr zahlen – das entspricht zusätzlichen jährlichen Kosten von rund 28.900 Pfund pro Haus. Prognosen zufolge könnten die Abgaben bis 2028/29 sogar um 115 Prozent steigen, was die Belastung um weitere 111.300 Pfund pro Objekt erhöhen würde.

Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich der Markt widerstandsfähig. Ein "kreditnehmerfreundliches" Finanzierungsumfeld sorgt weiterhin für fließendes Kapital und motiviert Investoren, Hotelprojekte zu unterstützen. Doch die Betreiber stehen nun vor schwierigen Entscheidungen: Sie können die höheren Kosten tragen, die Preise für Gäste anheben oder ihre Abläufe durch mehr Technologie effizienter gestalten.

Der Investitionsschub im ersten Quartal unterstreicht die Attraktivität des britischen Hotelmarkts – auch wenn die steigenden Gewerbesteuern die finanzielle Belastung erhöhen. Angesichts weiter wachsender Kosten könnten die Betreiber gezwungen sein, Preise oder Betriebsabläufe anzupassen, um die Rentabilität zu sichern. Die Fähigkeit des Marktes, Kapital anzuziehen, signalisiert zwar Vertrauen, doch die langfristigen Folgen der höheren Abgaben bleiben abzuwarten.

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