Bundesregierung fördert Umwandlung von Büros in bezahlbaren Wohnraum
Hannah RichterBundesregierung fördert Umwandlung von Büros in bezahlbaren Wohnraum
Neues staatliches Förderprogramm: Leerstehende Büros werden zu Wohnraum umgewandelt
Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt die Bundesregierung die Umnutzung leerstehender Bürogebäude in Wohnungen. Im Fokus stehen Deutschlands sieben größte Städte, wo ungenutzte Gewerbeimmobilien Platz für Tausende neue Bewohner bieten könnten. Pro Wohneinheit werden Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro für die Umbaumaßnahmen gewährt.
Gefördert werden beheizte, nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude, die sich in Wohnraum umwandeln lassen. Voraussetzung ist, dass die Sanierung mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllt – so wird sichergestellt, dass die neuen Wohnungen sowohl energieeffizient als auch klimafreundlich sind.
Hohe Baukosten haben solche Umwandlungen in den vergangenen Jahren für Investoren weniger attraktiv gemacht. Büro-zu-Wohnraum-Projekte erfordern oft aufwendige und teure Umbauten, da Gewerbeimmobilien in der Regel über keine grundlegenden Wohnfunktionen verfügen. Trotz dieser Hürden zielt das Programm darauf ab, Leerstände zu verringern und gleichzeitig das Wohnungsangebot zu erhöhen.
Theoretisch ließen sich in den großen Ballungsräumen bis zu 60.000 Wohnungen schaffen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass allein in den sieben größten Städten rund 11.000 neue Wohnungen entstehen könnten. Die Fördergelder müssen nicht zurückgezahlt werden, allerdings ist die Gesamtförderung pro Unternehmen auf 300.000 Euro begrenzt.
Das Programm bietet Entwicklern, die leerstehende Büros umwidmen möchten, eine finanzielle Starthilfe. Durch die Senkung der Kosten soll der Bau energieeffizienter Wohnungen in stark nachgefragten Stadtgebieten vorangetrieben werden. Bei Erfolg könnte die Initiative nicht nur die Wohnungsnot lindern, sondern auch brachliegende Gewerbeflächen sinnvoll nutzen.






