23 March 2026, 10:40

CBS ermittelt nach Belästigungsvorwürfen bei "Der Preis ist heiß" – jahrzehntelanges Schweigen bricht auf

Alter Fernseher auf einer Arbeitsplatte neben einem Laptop, mit einer Wand im Hintergrund.

CBS ermittelt nach Belästigungsvorwürfen bei "Der Preis ist heiß" – jahrzehntelanges Schweigen bricht auf

CBS leitet interne Untersuchung zu Vorwürfen sexueller Belästigung und toxischer Arbeitskultur bei "Der Preis ist heiß" ein

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Der Sender reagiert damit auf die Veröffentlichung des Dokumentarfilms "Schmutzige Skandale" (2024), der Missbrauchsvorfälle durch ehemalige Models und Mitarbeiter aufdeckt. Zudem kündigte CBS neue Maßnahmen an, darunter verpflichtende Schulungen und unabhängige Prüfungen durch Dritte, die Anfang 2025 beginnen sollen.

Die früheren Models Kathleen Bradley, Holly Hallstrom und Barbara Hunter berichteten von unangemessenem Verhalten am Set. Hunter schilderte einen Vorfall, bei dem ein Mann sie im Aufzug an die Brust gefasst habe – sie habe dies jedoch nie gemeldet. Bradley, die sich über hartnäckige Avancen eines Bühnenarbeiters ärgerte, schlug diesem während einer Aufnahme mit einem Golfschläger in den Unterleib. Zuvor hatte sie sein Verhalten bereits gemeldet, doch die Produzenten unternahmen nichts.

Hallstrom behauptete, die Produzenten hätten eine "10-Sekunden-Regel" eingeführt, um das Starren auf die Models zu begrenzen – diese wurde jedoch nie durchgesetzt. Sie warf Moderator Bob Barker vor, sie wegen Übergewichts entlassen zu haben, woraufhin sie ihn wegen ungerechtfertigter Kündigung und böswilliger Verfolgung verklagte. Zudem beschuldigte sie Barker, während seiner Beziehung zu Nancy Burnet eine Affäre mit der Kollegin Dian Parkinson gehabt zu haben.

Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf Barker. Ein männlicher Bühnenarbeiter wurde wiederholt als "zu aufdringlich" beschrieben, unter anderem weil er sich an weibliche Models gerieben haben soll. 1994 reichte Parkinson eine 8-Millionen-Dollar-Klage wegen sexueller Belästigung gegen Barker ein, zog diese später jedoch zurück. Der Dokumentarfilm zeigt ein jahrzehntelanges Muster ungestraften Fehlverhaltens auf – ein Grund für die aktuelle Überprüfung durch CBS.

Zu den Maßnahmen des Senders gehören aktualisierte Meldestrukturen in der Personalabteilung, verpflichtende Anti-Belästigungsschulungen für Mitarbeiter sowie unabhängige Arbeitsplatzprüfungen. Damit soll auf die systemischen Probleme reagiert werden, die der Film und ehemalige Angestellte aufgedeckt haben.

Die Untersuchung erfolgt im Rahmen von CBS' Bemühungen, die Arbeitsbedingungen bei "Der Preis ist heiß" zu reformieren. Mit externen Audits und strengeren Richtlinien steht der Sender unter Druck, ein sicheres Umfeld für die Belegschaft zu schaffen. Die Ergebnisse der Prüfung könnten zu weiteren Veränderungen hinter den Kulissen der langjährigen Show führen.

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