Centre Bell: Wo Montreals Eishockey-Legenden unsterblich wurden
Das Centre Bell ist seit langem ein Wahrzeichen der Sportgeschichte Montreals. 1996 als Molson Centre eröffnet, war es einst die größte Arena Nordamerikas mit Platz für 21.273 Fans. Im Laufe der Jahre war es Schauplatz unvergesslicher Momente für die Montreal Canadiens und ihre Anhänger.
Der erste große Meilenstein der Arena datiert auf den 16. März 1996, als Vincent Damphousse das allererste Tor in ihrer Geschichte erzielte. Nur drei Jahre nach der Eröffnung erlebte die Halle 2002 einen bewegenden Abend, als Saku Koivu nach seiner Krebserkrankung triumphierend auf das Eis zurückkehrte. Im selben Jahr ehrten die Canadiens zwei Legenden, indem sie die Trikots von Guy Lafleur (Nr. 10) und Henri Richard (Nr. 16) in den Ruhestand schickten – die ersten solchen Ehrungen nach der Umbenennung in Centre Bell.
Eines der dramatischsten Spiele fand 2008 statt, als das Team ein 0:5-Rückstand gegen die New York Rangers aufholte und noch gewann. Ein weiterer historischer Moment folgte am 4. Dezember 2009, als die Canadiens ihr 100-jähriges Bestehen mit einem 5:1-Sieg gegen die Boston Bruins feierten – umgeben von ehemaligen Stars.
Auch in jüngster Zeit wuchs die Legende der Arena weiter. Am 24. Juni 2021 schoss Artturi Lehkonen im Overtime am Nationalfeiertag Québecs das Tor, das die Canadiens nach 28 Jahren wieder ins Stanley-Cup-Finale brachte. Ein Jahr später war das Centre Bell Austragungsort des NHL-Drafts 2022, bei dem das Team – nun unter der Führung von Kent Hughes und Jeff Gorton – Juraj Slafkovský als Ersten insgesamt auswählte.
Von der rekordverdächtigen Eröffnung über Meisterschaftsläufe bis hin zu Trikot-Ehrungen bleibt das Centre Bell ein zentraler Ort der Hockey-Geschichte Montreals. Die Arena ist weiterhin Schauplatz wichtiger Ereignisse und festigt so ihren Ruf als Herzstück der Canadiens und ihrer Fans. Mit 23 verewigten Nummern unter dem Hallendach wächst ihre Geschichte stetig weiter.






