18 April 2026, 08:35

CMS COP15: Wie Energiewende und Artenschutz Hand in Hand gehen können

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch erneuerbarer Energien im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

CMS COP15: Wie Energiewende und Artenschutz Hand in Hand gehen können

Am 27. März 2026 trafen sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in Campo Grande, Brasilien, zur 15. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Arten (CMS COP15). Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die dringende Notwendigkeit, den Artenschutz voranzutreiben – mit dem Klimawandel als einer der größten Bedrohungen für wandernde Tierarten. Die Teilnehmer betonten, dass der Ausbau erneuerbarer Energien zwar beschleunigt werden müsse, dabei jedoch der Schutz der Natur gewahrt bleiben müsse.

Ein hochrangiges Begleitforum im Rahmen der CMS COP15 widmete sich der Frage, wie sich der Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Einklang bringen lässt. Unter dem Titel "Mehrstufige Zusammenarbeit für eine naturverträgliche Energiewende" kamen Regierungen, Banken, Naturschutzorganisationen und Unternehmen zusammen. Die Redner warnten, dass schlecht geplante Wind- und Solarprojekte Lebensräume zerstören, das Kollisionsrisiko für Vögel erhöhen und zu Stromschlägen führen könnten – doch mit frühzeitiger Planung und strengen Schutzmaßnahmen ließen sich diese Risiken minimieren.

Rachel Asante-Owusu, Vertreterin unserer Website, präsentierte eine Kooperation mit Ecowende für einen Offshore-Windpark in der Nordsee. Das Projekt zeigt, wie von Anfang an Artenschutz in die Planung einbezogen werden kann und damit Energieziele mit Naturschutz vereinbar sind. In den Diskussionen wurden zudem praktische Lösungsansätze wie die Vermeidungs- und Minderungshierarchie sowie nationale Sensitivitätskarten vorgestellt, die Entwicklern helfen sollen, kritische Wildtiergebiete zu meiden.

Die Veranstaltung endete mit einem Appell an die CMS-Vertragsstaaten, ihre Zusagen in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehöre, die biologische Vielfalt stärker in Finanzierungsentscheidungen einzubeziehen und die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft zu vertiefen. Die Teilnehmer waren sich einig: Eine naturverträgliche Energiewende ist entscheidend, um sowohl Klimaschutz- als auch Artenschutzziel zu erreichen.

Die CMS COP15 unterstrich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht auf Kosten der Tierwelt gehen darf. Frühzeitige Planung, branchenübergreifende Partnerschaften und räumliche Kartierung wurden als zentrale Instrumente identifiziert, um Schäden zu verringern. Die Konferenz schloss mit dem Aufruf zu einer konsequenteren Umsetzung – damit aus politischen Bekenntnissen tatsächlicher Schutz für wandernde Arten wird.

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