Dallas kämpft erfolgreich gegen Obdachlosigkeit – wie 23.000 Menschen ein Zuhause fanden
Hannah RichterDallas kämpft erfolgreich gegen Obdachlosigkeit – wie 23.000 Menschen ein Zuhause fanden
Obdachlosigkeit ohne Unterkunft in Dallas hat in den letzten sechs Jahren dramatisch zugenommen – zwischen 2015 und 2021 verdreifachte sie sich sogar. Als Reaktion darauf hat Housing Forward, eine lokale Organisation zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit, seine Maßnahmen ausgeweitet: Mit neuen Fördermitteln und gezielten Programmen sollen mehr Menschen von der Straße geholt werden.
Die Organisation, ursprünglich als Metro Dallas Homeless Alliance bekannt, wurde 2002 gegründet, um wohnungslosen Menschen in den Countys Dallas und Collin zu helfen. Heute koordiniert sie im Rahmen bundesweiter Richtlinien die Strategie der Stadt gegen Obdachlosigkeit. Seit 2021 konnte Housing Forward über 23.000 Personen dabei unterstützen, eine dauerhafte Wohnung zu finden.
Im Jahr 2021 startete die Initiative „Von der Straße ins Zuhause“ (Street to Home) mit einem klaren Ziel: Schlafplatzlosigkeit im Zentrum von Dallas zu beenden. Bis März 2023 begann die zweite Phase, die sich auf schnelle Hilfe für neu angekommene Obdachlose in der Innenstadt konzentrierte. Die täglichen Zählungen der Organisation Downtown Dallas, Inc. zeigen seitdem einen Rückgang um 89 Prozent.
Im Dezember 2022 unterstützte der Stadtrat von Dallas diese Bemühungen mit einem 10-Millionen-Dollar-Vertrag für die Dienste von Housing Forward. Einsatzteams – wie das von Hannah Sims geleitete – patrouillieren seitdem mit Golfwagen durch die Innenstadt, um mit Bedürftigen in Kontakt zu treten. Ein Erfolgsbeispiel ist William Sanders, der 2012 nach Dallas zog, zweimal obdachlos wurde und 2022 durch das Programm eine Wohnung erhielt.
Die Initiative „Von der Straße ins Zuhause“ hat die Obdachlosigkeit im Stadtzentrum bereits deutlich reduziert. Mit weiterer Finanzierung und gezielter Aufsucharbeit will Housing Forward diese Fortschritte ausbauen. Die Arbeit der Organisation steht für einen größeren gesellschaftlichen Ansatz, nachhaltige Lösungen für Menschen ohne sicheren Wohnraum zu schaffen.






