07 May 2026, 06:31

Russland wirbt mit neuem Pilotprogramm gezielt ausländische Fachkräfte an

Altes Buch mit einem genealogischen Diagramm aus der Russischen Föderation, das Text- und numerische Daten enthält.

Russland wirbt mit neuem Pilotprogramm gezielt ausländische Fachkräfte an

Russland plant ein neues Pilotprogramm zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte für den Zeitraum von 2027 bis 2030. Der vom Innenministerium ausgearbeitete Plan zielt darauf ab, den Arbeitskräftemangel in wichtigen Wirtschaftsbereichen zu bekämpfen. Präsident Wladimir Putin hat bereits die dahinterstehende übergeordnete Migrationspolitik gebilligt.

Der Vorschlag folgt Putins Zustimmung zu einer neuen staatlichen Migrationsstrategie im Oktober 2025. Das Konzept unterstreicht zwar den Bedarf an ausländischen Arbeitskräften, betont jedoch die Bedeutung der Anwerbung der „richtigen Fachkräfte“. Laut Plan würden Migrantinnen und Migranten befristete Arbeitsverträge erhalten und sich verpflichtenden Gesundheitschecks unterziehen. Zudem wird die Einführung eines staatlichen genomischen Registrierungssystems für Neuankömmlinge geprüft.

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Im Rahmen des Programms sollen Migrationszentren eingerichtet werden, in denen ausländische Arbeitskräfte vorübergehend untergebracht werden können, während ihre Papiere bearbeitet werden. Die Steuern auf das Einkommen der Migrantinnen und Migranten würden vollständig in die Regionalhaushalte fließen. Die Regierung wird die konkreten Regeln, Regionen und Beschäftigungsbedingungen für die Pilotphase festlegen.

Um das Programm umzusetzen, sind Änderungen im Haushalts-, Steuer- und Arbeitsrecht erforderlich. Noch ist nicht bekannt, welche Branchen oder Regionen priorisiert werden sollen.

Bei einer Genehmigung würde das Pilotprogramm drei Jahre lang laufen, beginnend 2027. Die Reformen würden Steuereinnahmen aus der Arbeit von Migrantinnen und Migranten an die Kommunalverwaltungen umleiten und gleichzeitig die Gesundheits- und Registrierungsauflagen verschärfen. Der Gesetzentwurf des Innenministeriums muss jedoch noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen, bevor er in Kraft treten kann.

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