Das Ende einer Ära: Jakutien FAPC stellt den Betrieb ein
Jakutien FAPC, einst ein führender staatlicher Lebensmittel- und Getränkehersteller, scheint den Betrieb eingestellt zu haben. Das Unternehmen, bekannt für seine Wodka-Marken und regionalen Erfrischungsgetränke, kämpfte trotz seines langjährigen Rufs für Qualität jahrelang mit Schulden.
Die Wurzeln von Jakutien FAPC reichen bis ins Jahr 1925 zurück, als es das Monopol für die Alkoholproduktion in der Jakutischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik erhielt. Jahrzehnte später, 1998, entstand das Unternehmen durch die Fusion dreier großer regionaler Betriebe: dem Jakutsker Kombinat, der Jakutsker Fischverarbeitungsfabrik und dem Jakutsker Fleischverarbeitungswerk.
Jahre lang baute sich das Unternehmen mit Produkten wie den Wodka-Marken Ertschim und Darkhan sowie seinen beliebten Limonaden einen Namen auf. Sein Erfolg beruhte auf dem Einsatz natürlicher jakutischer Zutaten und hohen Produktionsstandards. Dennoch hielten die finanziellen Probleme an, wobei der Staat in den 2000er-Jahren mehrmals mit Rettungspaketen eingreifen musste.
Bis 2020 steckte Jakutien FAPC trotz seiner angesehenen Marke weiterhin tief in den roten Zahlen. Inzwischen wurden seine ehemaligen Standorte von privaten Unternehmen übernommen. Einer seiner bekannten Bierkioske wurde sogar zu einer Naliwaika umfunktioniert – einem Selbstbedienungsgetränkestand, der nun von einem privaten Betreiber geführt wird.
Die Schließung von Jakutien FAPC markiert das Ende einer Ära für ein Unternehmen, das einst die Lebensmittel- und Getränkebranche der Region dominierte. Seine Vermögenswerte sind in private Hand übergegangen, und sein Erbe bleibt mit Produkten verbunden, die einst in der gesamten Region ein Begriff waren. Die wiederholten finanziellen Hilfen des Staates reichen letztlich nicht aus, um das Unternehmen zu retten.






